Ziel: barrierefreier Zugang

Bahnhof Wabern: Gemeinde finanziert Umbau

Wabern. Um den Bahnhof in Wabern und sein Umfeld attraktiver zu machen und als wichtigen Fernhaltepunkt zu erhalten, investiert die Gemeinde weiterhin erhebliche Summen.

Das beschlossen die Gemeindevertreter mehrheitlich. Lediglich die FWG-Fraktion und ein FDP-Vertreter sprachen sich gegen Teile der Pläne aus. Der Bau- und Planungsausschuss hatte sich mit der Konzeption und Nutzung beschäftigt und einen Vorschlag erarbeitet, den Volker Schmidt (CDU) vorstellte. Danach soll:

• im Gebäude ein Veranstaltungsraum für kleinere Events eingerichtet werden (früherer Wartesaal 1. Klasse, Zugang früherer Haupteingang), Kosten: 150.000 Euro (60 Prozent Zuschüsse);

• der Außenbereich weiter umgestaltet und dafür ein weiteres Grundstück angekauft werden; Kosten: 920.000 Euro, davon 120.000 Euro für Kanalbau, der Rest wird bis zu 80 Prozent bezuschusst;

• der Fahrkartenverkauf ins Gebäude verlegt werden (ehemalige Gaststätte, Eingang von Westen), dort auch Aufenthaltsmöglichkeiten;

• die Hälfte der Planungskosten für den Umbau der Zugänge zu den Gleisen und der Bahngleise übernommen werden, damit der Bahnhof für Zugreisende barrierefrei wird (neue Tunnel, Aufzüge, Bahnsteighöhe); Kosten für Wabern: 200.000 Euro.

Lediglich mit dieser letzten Kostenbeteiligung waren die Freien Wähler nicht einverstanden. Ihr Sprecher Jochen Ritter kritisierte, dass es nicht Aufgabe der Gemeinde sei, der Bahn-AG finanziell zu helfen, damit sie ihre Bahnanlagen behindertengerecht umbauen könne. Wabern werde mit dem vagen Versprechen geködert, dass nur so der Fernhaltepunkt für IC-Züge zu halten sei. „Wir sollen zahlen, ohne Einfluss nehmen zu können“, kritisierte Ritter.

Die Bahn werde, wenn der Zugang zu den Gleisen erneuert und barrierefrei werden solle, Millionen investieren müssen, sagte Bürgermeister Jung. Das werde auch noch einige Jahre dauern. Dass sich die Gemeinde an den Planungskosten beteilige, halte er für vertretbar. Für Renate Schütz (FDP) sind die Investitionen lohnend, schließlich sei der Bahnhof die Visitenkarte Waberns.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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