Landtagsabgeordnete kritisiert Zeitplan

Treysa: Bahnhofausbau erst in drei Jahren

Schwalmstadt. Den Zustand der Bahnsteige und der Unterführung am Bahnhof Treysa hat Landtagsabgeordnete Regine Müller (SPD) in einem Schreiben an den hessischen Verkehrsminister Al Wazir einmal mehr kritisiert.

Der desolate Anblick der Bahnsteige und der Unterführung sei ein Aspekt. Besonders brisant sei aber die Frage des Zugangs zu den Gleisen über die Treppen: Die Treppen sind die einzige Verbindung zwischen den Bahnsteigen; sie verfügen nicht über Rampen, um sie mit Kinderwagen oder Rollstühlen zu nutzen und auch Querungshilfen über die Gleise gibt es nicht mehr, stellt Regine Müller die derzeitige Situation am Bahnhof Treysa dar.

„Dieser Zustand ist für unsere älteren Mitbürger, aber auch für mobilitätseingeschränkte behinderte Menschen oder Familien, die mit einem Kinderwagen unterwegs sind, nahezu unerträglich . In Treysa befinde sich etwa Hephata, eine der größten Einrichtungen Hessens für behinderte Menschen. Die Landtagsabgeordnete hatte gegenüber Al Wazir auch die absurde Lage beanstandet, dass mobilitätseingeschränkte Menschen, die von Treysa aus nach Norden reisen wollen, erst einen Umweg nach Süden, zum barrierefreien Bahnhof Stadtallendorf, machen müssen, um dort einen Zug in nördliche Richtung besteigen zu können.

In seiner Antwort verweist der Verkehrsminister nun auf die Rahmenvereinbarung Bahnhofsmodernisierung der DB AG. In ihr sei auch der Bahnhof Treysa enthalten. Al Wazir erklärt, dass die Planung den Neubau und die Erhöhung der drei vorhandenen Bahnsteige umfasst. Auch ein stufenfreier Zugang zu den Gleisen soll über neue Rampenanlagen erfolgen. Die Kosten des Vorhabens sollen bei etwa 10 Mio. Euro liegen. Weiter führte der Minister aus, dass wegen Modernisierungsmaßnahmen am Bahnhof Wabern und den diesbezüglichen Auswirkungen auf den Eisenbahnverkehr erst 2019 mit dem Ausbau in Treysa begonnen werden könne.

Für die Landtagsabgeordnete Müller ist dieser Zeitplan nicht hinnehmbar: „Wir haben lange genug einen barrierefreien Ausbau gefordert. Die Lage ist nicht erst seit gestern so und es gibt eine große Zahl Menschen für die ein mobilitätsgerechter Zugang unabdingbar ist.

Quelle: HNA

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