Antrag von SPD von FDP,SPD und CDU angenommen

Bahntunnel: Zierenberg für Lösung, die Lkw aus Innenstadt heraushält

Zierenberg. Im Kern waren sich alle Zierenberger Stadtverordneten einig: Wenn der neue Bahntunnel gebaut wird, soll die Innenstadt nicht durch Baustellentransporte belastet werden. Dazu gab es jeweils einen Antrag von SPD und UFW. Und die unterschieden sich nur in einem Detail.

Zunächst hatte Rüdiger Germeroth den Antrag der SPD erläutert. Der Magistrat sollte beauftragt werden, die Kurhessenbahn aufzufordern, ein Wegekonzept für den Neubau des Zierenberger Bahntunnels zu erstellen. Dieses Konzept sollte so aussehen, dass die Benutzung der Kasseler Straße sowie der Dörnbergstraße durch an- und abfahrende Lkw von der Baustelle beziehungsweise zur Baustelle „weitestgehend“ ausgeschlossen wird. Dazu sollte der Wirtschaftsweg vom Bahntunnel bis zur Horkenhäuser Mühle ausgebaut werden.

Die erforderliche Eingriffsgenehmigung sollte die Kurhessenbahn bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Kassel einholen. Weiter heißt es in dem Antrag: „Sofern eine solche Genehmigung nicht erteilt werden kann, wird die Stadt Zierenberg den Wegeausbau gegen Kostenerstattung durch die Kurhessenbahn vornehmen und sich die Genehmigung dazu selbst erteilen.“

Die Notwendigkeit des Wegeausbaus liege auf der Hand, so Germeroth. Das Logistikkonzept für den Neubau des Zierenberger Tunnels sehe vor, die Baustelle im Kreisverkehr zu bedienen, wobei zirka 12.000 volle Lkw über den Wirtschaftsweg vom Tunnel zur Horkenhäuser Mühle abfahren, die leer über die Kasseler Straße und Dörnbergstraße wieder zur Baustelle zurückkehren. Dazu kommen weitere Transporte, die die Baustelle beliefern und die genannten Straßen benutzen müssen. Dieser Verkehr über die innerstädtischen Straßen sei für die Zierenberger, vor allen aber die Anwohner eine „unzumutbare Belastung“.

Der UFW-Antrag ging in die gleiche Richtung, allerdings, so Fraktionsvorsitzende Dr. Bärbel Mlasowski, sollte man sich die Aufforderung an die Kurhessenbahn sparen. „Die haben das ganze Jahr über nichts gemacht. Wir sollten Nägel mit Köpfen machen“ und der Bahn die Alternative „aufdrängen“. Eine Aufforderung würde nur Zeit kosten.

Bürgermeister Stefan Denn widersprach Mlasowski, dass in Sachen Logistikkonzept nichts gelaufen sei. „Wir haben mit der Bahn zusammengesessen“ und auch mit der Oberen Naturschutzbehörde habe man die Frage erörtert, ob Begegnungsbuchten gebaut werden können. Denn: „Ich hielte es für falsch zu beschließen, der Magistrat wird beauftragt auszubauen.“ Der Verwaltungschef weiter: „Zurzeit wird das in unserem Sinne bearbeitet.“

Der Antrag der SPD wurde mit den Stimmen von SPD, CDU und FDP angenommen.

Quelle: HNA

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