Brüderpaar startet Initiative

Bald Dorfladen in leerstehendem Haus in Falkenberg?

Sie wollen da rein: Die Brüder Carsten (links) und Samuel Waldeck würden in dem leer stehenden Fachwerkhaus am Gänsemarkt 1 in Falkenberg gerne einen „Gänsemarkt“ eröffnen. Foto: privat

Falkenberg. In einem leerstehenden Haus am Gänsemarkt in Falkenberg könnte künftig ein Dorfladen entstehen.

Es gibt eine Tankstelle, eine Gaststätte, sogar einen Kindergarten und eine Grundschule. Falkenberg hat einiges zu bieten. Etwas fehlt jedoch, sagen die Brüder Carsten und Samuel Waldeck: ein Laden, ein Treffpunkt für alle Menschen im Ort. Der könnte nach den Plänen der Jungunternehmer im Haus Gänsemarkt 1 entstehen. Bis in dem 150 Jahre alten Gebäude Waren über den Verkaufstresen gehen, ist es aber noch ein langer Weg.

Die Wurzeln

Die Waldecks sind mit dem Waberner Ortsteil eng verbunden. Hier sind sie aufgewachsen, hier bauen die Geschäftsführer ihr Start-Up Shift-Phones auf. Die Idee: Sie bieten nachhaltige Smartphones und Notebooks zu einem fairen Preis an. Fair soll auch sein, was mit ihrem Geld passiert. Gewinne stecken sie nicht in die eigene Tasche, sie investieren in soziale und nachhaltige Projekte. Solch ein Projekt soll der „Gänsemarkt“ sein. „Wir wollen der Region etwas zurückgeben“, betont Samuel Waldeck.

Das Haus

Anfang des Jahres hat die Shift GmbH das Haus gekauft. Seit Jahren stand das Gebäude leer, verfiel zusehends. Es gibt dort kein Wasser, keinen Strom. Im nächsten Jahr soll das Haus saniert werden, im Jahr drauf soll der Markt im Erdgeschoss eröffnen – sofern auf dem Weg dahin alles glatt geht. Auch ein Café und einen Spielplatz können sich die Gründer vorstellen. „Wir wollen einen Ort der Begegnung schaffen, wo sich die Menschen zuhause fühlen“, sagt Casten Waldeck.


Das Geschäft

Carsten und Samuel Waldeck sehen den Gänsemarkt nicht als Konkurrenz zu anderen Geschäften, sie setzen viel mehr auf Kooperationen. Der Schwerpunkt soll auf Lebensmitteln liegen. Die Kunden sollen bei ihnen saisonal und regional einkaufen. „Das ist der nachhaltige Weg“, sind die Brüder überzeugt. Die Falkenberger sollen mitbestimmen, was in die Regale kommt. Sie entwickeln mit den Waldecks das Sortiment.

Die Finanzierung

Das Gebäude wird von der Shift GmbH zur Verfügung gestellt, es mit Leben zu füllen, liegt in der Hand des Shift e.V. Ein Teil des Startkapitals wollen die Brüder via Crowdfunding sammeln. Wer den Markt unterstützt, könnte im Gegenzug die „Gänsemark“ bekommen, mit dem er im Geschäft einkaufen kann. „Wir schaffen einen Gegenwert.“

Unterstützung könnte es auch aus dem Leader-Programm geben. Derzeit arbeiten die Jungunternehmer an dem Antrag, im März ist Einsendeschluss.

„Ziel ist, dass der Laden sich trägt“, sagt Samuel Waldeck. Es gehe nicht um finanzielle Interessen. Der Gänsemarkt sei langfristig angelegt. „Wir wollen, dass es ihn noch in zehn, 20 oder 30 Jahren gibt.“

Quelle: HNA

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