Hessen Mobil zieht erste Schlaglochbilanz – Frost- und Tauwetterwechsel problematisch

Schlaglöcher im Wolfhager Land sollen bald repariert werden

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Der Frost hat der Ortsdurchfahrt Viesebeck zugesetzt: Auch in anderen Orten sind Straßen in Mitleidenschaft gezogen. Die Kommunen machen sich in den kommenden Wochen ein detailliertes Bild von den Schäden.

Wolfhager Land. Es sind die älteren Straßen im Wolfhager Land, die unter dem langen Winter gelitten haben. Häufige Frost- und Tauwechsel waren für diese ungewöhnlich lange Winterperiode typisch. Die Folge: Bei vorgeschädigten Fahrbahnen haben sich Schlaglöcher und Risse gebildet. 

Dieser Effekt verstärkt sich durch hohe Verkehrsbelastungen, insbesondere durch den Schwerverkehr.

Hessen Mobil rechnet zum aktuellen Zeitpunkt jedoch mit einer ähnlichen Schlaglochbilanz wie in den Vorjahren: „Das Ausmaß winterbedingter Schäden bewegt sich trotz der extremen Witterung bisher auf durchschnittlichem Niveau“, erklärt Burkhard Vieth, Präsident von Hessen Mobil. Die zahlreichen Erhaltungsmaßnahmen des Landes in den vergangenen Jahren zahlten sich aus. Die erneuerten Straßen seien schlaglochfrei. Ein endgültiges Fazit lasse sich jedoch erst Mitte des Jahres nach anhaltenden Plusgraden in allen Teilen Hessens ziehen.

Tempo drosseln

Für die Straßen im Wolfhager Land fällt die Bilanz aus Sicht von Hessen Mobil durchwachsen aus. Lediglich auf der Viesebecker Ortsdurchfahrt der Kreisstraße 92 soll das Tempo von 50 auf 30 Stundenkilometer gedrosselt werden, sagt Pressesprecher Horst Sinemus. Dort seien einige Schlaglöcher festgestellt worden. Da die Stadt Wolfhagen gegenwärtig prüft, ob und wie die Kanäle erneuert werden müssen, werde mit der Beseitigung der Schäden noch gewartet.

In den kommenden Wochen startet Hessen Mobil flächendeckend mit Reparaturarbeiten. Um Verkehrssicherheit und Mobilität zu gewährleisten, wurden bereits während des Winters gravierende Fahrbahnschäden beseitigt. Die Autobahn- und Straßenmeistereien setzten dabei so genannten Kaltasphalt ein, der sich auch bei winterlichen Temperaturen einbauen lässt und Löcher provisorisch schließt.

Auch in den Gemeinden und Städten der Region sind Mitarbeiter dabei, die Schäden aufzunehmen. Die Gemeinde Habichtswald hat für Reparaturen an Straßen 75 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Von dem Geld würden vor allem Frostschäden beseitigt, die in diesem Winter neu hinzugekommen seien, sagt Bauamtsleiter Björn Schröder. Seit einigen Jahren schwöre man in Habichtswald auf eine neuartige Form der Reparatur. „Wir tragen dünne Belege auf“, sagt Schröder. Bei ihnen handele es sich um eine Emulsion, die mit kleinen Steinen vermengt und in einer Dicke von acht Millimetern bei 80 Grad auf der Fahrbahn verarbeitet werde. Was über diese Methode erneuert worden sei, habe den Winter überstanden. (ant)  

Quelle: HNA

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