Probebohrungen ab Februar

Bald wird für die neue Stromtrasse Wahle-Mecklar gebohrt

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Auch hier soll die neue Stromtrasse entlangführen: Der Malsfelder Bauamtsleiter Thomas Stegemann auf einem Grundstück bei Malsfeld, das dem Schwalm-Eder-Kreis gehört. Der neue Mast wird laut Stegemann links neben den jetzigen Strommasten errichtet.  

Kreisteil Melsungen. Der Bau der 380kV-Hochspannungsleitung Wahle-Mecklar, die auch durch den Kreisteil Melsungen führen soll, rückt näher. Demnächst sollen Baugrunduntersuchungen an den geplanten Standorten der Strommasten stattfinden. Fragen und Antworten:

Was passiert bei den Baugrunduntersuchungen?

Markus Lieberknecht

Bei den Baugrunduntersuchungen wird die Bodenbeschaffenheit an den geplanten Maststandorten geprüft, erklärt Wolf-Dietrich Brunswig von der Firma ICP Braunschweig, die von Tennet mit der Baugrunderkundung für den Bauabschnitt zwischen Kassel und Knüllwald beauftragt wurde. Auf diesem Abschnitt sollen 144 Masten errichtet werden. Ziel der Baugrunduntersuchungen ist, herauszufinden, in welcher Tiefe sich tragfähige Bodenschichten befinden. Davon hängt ab, wie die Gründung, also das Fundament für den Strommast aussehen muss. Mindestens sechs Meter tief wird gebohrt, um Bodenproben zu entnehmen, die dann genauer untersucht werden.

Wann sollen die Baugrunduntersuchungen beginnen?

Voraussichtlich in der ersten Februarhälfte, sagt Wolf-Dietrich Brunswig. Allerdings sei noch nicht klar, ob man im Bereich Kassel mit den Arbeiten beginnen werde oder im Altkreis Melsungen. „Wir versuchen, den Großteil der Arbeiten möglichst im Februar und März zu beenden, damit es beispielsweise keinen Konflikt mit den Brutzeiten der Vögel gibt“, erklärt Brunswig.

Wann beginnt der Bau der Stromleitung im Altkreis?

„Wir gehen davon aus, zeitnah den Planfeststellungsbeschluss für den Leitungsabschnitt von der hessisch-niedersächsischen Landesgrenze bis zum Umspannwerk Mecklar in Ludwigsau zu erhalten“, sagt Tennet-Pressesprecher Markus Lieberknecht. „Damit hätten wir sozusagen die Baugenehmigung.“ Die ersten Baumaßnahmen finden laut Lieberknecht 2018 voraussichtlich nur im Bereich der Gemeinde Ludwigsau statt. Im Bereich Melsungen werde der Bau erst Ende 2018 oder Anfang 2019 beginnen.

Wie hoch werden die neuen Strommasten sein?

„Im Kreisteil Melsungen werden die Masten eine Höhe zwischen 55,5 und 73,5 Meter erreichen“, sagt Tennet-Sprecher Lieberknecht. Mit 94,5 Metern steht im Melsunger Bereich zur Überspannung des Fuldatals aber auch der höchste Mast im hessischen Abschnitt der Leitung.

Durch den Altkreis verläuft bereits eine Bahnstromleitung. Stehen nun also bald doppelt so viele Strommasten wie bisher in der Region?

Nein, denn in weiten Teilen sollen die Bahnstromleitung und die neue 380kV-Leitung auf den neuen Masten zusammengelegt werden. „Diese Masten sind dann rund acht Meter höher als normale Masten, weil eine dritte Traverse eingebaut werden muss, auf die dann die Leiterseile der Bahnstromleitung gehängt werden“, erklärt Tennet-Sprecher Lieberknecht.

Quelle: HNA

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