Gruppe spielt Boule auf dem Balhorner Campingplatz

Wolfgang Knickenberg misst nach, wer einen Punkt zugesprochen bekommt

Balhorn. Ralf Erlinger und seine Mitspieler, die aus Balhorn und Kassel kommen bilden die Gruppe „Balhorner“. Zusammen mit seiner Frau Anja und sechs anderen Mitspielern gehören sie zur Boule-Truppe, die jeden Donnerstag auf dem Campingplatz in Balhorn Schießen oder Legen.

So nennt man die verschiedenen Techniken beim Boulespielen. „Die Männer schießen aber eher“, sagt Anja Erlinger.

Mit dabei sind auch Renate und Wolfgang Knickenberg aus Balhorn, die seit 16 Jahren begeisterte Boule-Spieler sind. Als Team spielen sie auch in der Hessen-Liga, momentan hätten sie die Chance in die 3. Liga aufzusteigen. Doch neben dem Training spielen sie natürlich hauptsächlich aus Spaß. „Wir schätzen die Gemütlichkeit und die Kontaktmöglichkeiten beim Boule“, sagt Wolfgang Knickenberg. Man könne sich nebenher unterhalten, außerdem sei man an der frischen Luft.

Besonders toll sei auch, dass jeder Boule spielen könne, ergänzen Anja Erlinger und Petra Ullrich. „Ob jung oder alt, Boule kann jeder schnell lernen“, sagt Ullrich. Auch körperliche Behinderungen seien bei dem Spiel kein Problem. Das Boule auch junge Menschen begeistert, zeigt Julia Ullrich. Die 17-jährige aus Kassel spielt für den Rumkugler Verein in der 1. Hessenliga. Aber auch zusammen mit ihrer Mutter und den anderen Mitspielern bei den Balhornern zeigt sie, was sie kann.

„Das Herausragende ist aber, dass bei dem Spiel viel kommuniziert wird, wir tauschen uns mit anderen Menschen und den Mitspielern aus“, erzählt Renate Knickenberg.

Die richtige Körperhaltung gehört beim Boulespielen dazu: Julia Ullrich (17) aus Kassel spielt zusammen mit ihrer Mutter Petra bei den Balhornern auf dem Campingplatz in Balhorn. Fotos: Flöper

Wenn es allerdings ums Gewinnen geht, dann zeigt die Gruppe Balhorn Einsatz und Ehrgeiz. „Jeder Boden stellt gewisse Anforderungen“, sagt Wolfgang Knickenberg. Bei der Boule-Bahn auf dem Campingplatz handelt es sich um eine Bahn in Pétanque-Turnier-Qualität, es sind vier mal 15 Meter. „Da muss aber nochmal eine Schicht drauf gemacht werden“, sagt Oliver Kleffel, Sohn des Campingplatzbetreibers Horst Kleffel. Bei der Oberfläche handele es sich um Kalkschotter. „Wir haben rund 4000 Euro in die Bahn investiert, seit Anfang August ist sie jetzt benutzbar“, sagt Kleffel. Für die Bahn mussten 20 Zentimeter Boden herausgebaggert werden. „Der Platz wird besser angenommen, als wir erwartet haben“, sagt Kleffel. Das Geld würden sie zwar durch die Einnahmen nicht wieder rein bekommen, aber es gehe ja darum den Gästen etwas Neues zu bieten, sagt Kleffel. Morgens sei der Platz für die Dauer-Camper frei gehalten. Am Nachmittag ist er für alle Besucher offen.

„Ein Turnier kann schon mal anderthalb Stunden dauern, aber nur, wenn jedes Team nur einen Punkt macht“, sagt Knickenberg.

Boule-Spielregeln auch unter www.rumkugler.de/download

Quelle: HNA

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