Band Burnout besteht aus Kasseler und Gilserberger Feuerwehrmännern

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Rockende Feuerwehrmänner: Die Band Burnout Fabian Thiele am Schlagzeug und (hinten von links) Detlef Schuster, Benjamin Zirkenbach, Gilserbergs Gemeindebrandinspektor Markus Böse und Marius Damm.

Gilserberg. „You know the fear (Du kennst die Angst)" singt Markus Böse. Der Gemeindebrandinspektor Gilserbergs ist Sänger und Gitarrist der Rockband Burnout. Es ist die Generalprobe im Feuerwehrhaus für das Benefizkonzert am Samstag, bei dem die Band auftritt. Das Besondere der Truppe: alle fünf sind Feuerwehrmänner aus der Region.

Das Lied aus dem die Textzeile stammt, heißt Losing Gravity (Schwerkraft verlieren) und ist der erste eigene Song von Burnout und handelt von gefährlichen Berufen und Hobbys. Ihr Repertoire beinhaltet auch Coversongs von Rockgrößen wie AC/DC, Black Sabbath und den Toten Hosen. „Wir sind keine Krankheit“, scherzt Böse. Burnout heißt auf deutsch ausgebrannt, eine Anlehnung an Beruf und Ehrenamt der fünf Musiker.

Angefangen „ein bisschen Musik zu machen“ hatte der 42-jährige Gilserberger im Dezember 2010 mit seinem Kollegen Fabian Thiele aus Kassel. Beide arbeiten als Berufsfeuerwehrmänner in der Documenta-Stadt und hatten sich über ihre Leidenschaft zur Musik unterhalten - der Anfang der Gruppe war geboren.

Gruppe komplett

Rockabend

Die Brandschützer Gilserbergs laden zum Rockabend für den guten Zweck ein. Neben der Band Burnout treten Bürgermeister Rainer Barth sowie die Gruppe Dezibel, die ebenfalls aus dem Hochland stammt, auf. Zu hören sind Coversongs bekannter Rockgrößen sowie eigene Kompositionen.

Der Konzertabend beginnt am Samstag, 22. März, um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus an der B3 in Gilserberg. Der Eintritt kostet 5 Euro.

Später stieß der Gilserberger Marius Damm dazu. Der 21-Jährige ist der Jüngste der Band und spielt Gitarre. Er absolviert derzeit eine Ausbildung zum Rettungsassistenten und engagiert sich in der Feuerwehr im Hochland. Danach schlossen sich Gitarrist Benjamin Zirkenbach aus Baunatal und Bassist Detlef Schuster der Band ihrer Feuerwehrkameraden an. Der 56-jährige Schuster spielt noch in einer weiteren Band in Kassel und beherrscht mehrere Instrumente. Von ihm bekamen seine Bandkollegen ihren Feinschliff: „Sie lernten, dass es auch noch Zwischentöne gibt“, sagt er und lacht.

Den ersten Auftritt hatte Burnout auf einer Hochzeit im Sommer 2011, damals noch zu dritt. „Unser Auftritt kam gut an“, erinnert sich Markus Böse. Seitdem hat sie viel getan, die Musiker haben sich verbessert, das Programm wurde erweitert und mehrere Auftritt absolviert. Im August standen die Feuerwehrmänner in Frielendorf auf der Bühne. Aufgeregt sind sie trotzdem immer noch vor ihren Konzerten.

Wenn es der Dienstplan der fünf zulässt, proben sie gemeinsam. Einen festen Platz dafür hat Burnout noch nicht. So wurde schon mal das Gewächshaus der Familie von Schlagzeuger Fabian Thiele als Proberaum umfunktioniert.

Markus Böse hatte die Idee für das Benefizkonzert, die Einnahmen sollen den Gilserberger Voraushelfern zugute kommen. Zwölf Ersthelfer der Gemeinde - unter ihnen auch Markus Böse und Marius Damm - sind jährlich 50 Mal im Einsatz und leisten bei Notfällen Erste Hilfe, bevor ein Notarzt eintrifft. Von dem Erlös kaufen sie eine Puppe für das Reanimationstraining.

www.facebook.com/burnout.firemen.rock

Von Claudia Schittelkopp 

Quelle: HNA

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