Sommerfreizeiten im Schlossgarten Loshausen: Stiftung und örtliche Organisationen arbeiten zusammen

Band zwischen Stadt und Land

Gemeinsam am Ruder: Zwölf junge Leute aus Kassel, dem Werra-Meißner-Kreis und Willingshausen erleben eine Sommerfreizeit der Well-Being-Stiftung im Schlossgarten Loshausen. Unter anderem wurden selbst gebaute Boote zu Wasser gelassen. Fotos:  Rose

Loshausen. Künftig noch mehr kulturelles Leben wird es im Schlossgarten Loshausen geben: Das hat sich die im Schloss ansässige Well-Being-Stiftung in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern zum Ziel gesetzt. Den Startschuss gaben jetzt zwei Projekte der Stiftung.

Unter dem Stichwort „Stadt-Landflucht“ fand in der vergangenen Woche die Jugendleitercard-Ausbildung (Juleica) für ehrenamtlich Tätige in der Jugendarbeit statt. Neben den theoretischen Grundlagen stand in Loshausen die Arbeit in der Gruppe im Fokus. „In Teams wurde das Erlernte spielerisch aktiv umgesetzt, dabei erlebt und stärker verinnerlicht“, erläutert Michael Neuner von der Stiftung. Das Intensivseminar sollte vor allem die Selbsterfahrung fördert. Denn es waren auch persönliche Fähigkeiten wie Teamfähigkeit und Eigeninitiative gefragt. Das Angebot richtete sich an Menschen, die künftig mit Jugendlichen arbeiten wollen. Nach der Intensivschulung sind die 17 Teilnehmer berechtigt, als Betreuer an offiziellen nationalen Ferienfreizeiten des Landkreises Kassel teilzunehmen.

Angebot für Jugendliche

Die aktuelle Sommerfreizeit, die noch bis Freitag läuft, steht unter dem Motto „Gleisarbeiten“. Bei der Umsetzung des Projektes helfen das THW Schwalmstadt, das Rote Kreuz Ziegenhain, die Jugendarbeit der Gemeinde Willingshausen, das Team Skywalker, der Diakon der Arche aus Treysa Sven Wagner sowie die Bewohner des Schlosses. Teilnehmer der Freizeit sind Adoptiv- und Pflegekinder aus den Landkreisen Kassel und Werra-Meißner sowie Kinder aus Willingshausen – insgesamt 12 Jugendliche und vier Betreuer. „Es geht uns um eine bessere Vernetzung von Stadt und Land“, sagt Neuner.

Bereits im Frühjahr hatte die Stiftung das Projekt auf den Weg gebracht: Gemeinsam mit der Tischlerin Christina Giesa aus Weimar haben die Kinder drei Boote gebaut. Eine Woche hat die Arbeit an den aus Sperrholz bestehenden schwimmenden Untersätzen gedauert. „Nur die Epoxidharzbeschichtung habe ich selbst gemacht. Bei allen anderen Arbeiten haben die Jugendlichen ordentlich mit angepackt“, erklärt Giesa. Sprayer aus Kassel hatten die Gestaltung übernommen. Und zwar nach Zeichnungen der jungen Leute.

Die Boote bleiben für die Nutzung bei künftigen Freizeiten in Loshausen: Untergestellt werden sollen sie in einem Lager eines örtlichen Möbelgeschäftes. Doch vorher wurden die Boote stilecht zu Wasser gelassen: Das war über eine vom THW errichtete Schwimmbrücke kein Problem. Das Team Skywalker erklärte den richtigen Umgang mit den Kanadiern.

Der Schlosspark, der überwiegend für die Kirmes genutzt werde, soll eine Aufwertung erfahren: „Das Gelände ist für Freizeiten gut geeignet. Es gibt Kontakte zu Kasseler Einrichtungen, die gern in die Schwalm kommen wollen“, erklärt Michael Neuner.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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