Musikschutzgebiet: Gute Musik und tolle Stimmung unter freiem Himmel

Hombergshausen. Ein Gutshof, Sofas im Freien, Rock auf der Bühne, Musik und Kunst in der Scheune, Zeltplätze auf den Weiden ringsum: Das ist das Musikschutzgebiet in Hombergshausen, ein Festival, das zum achten Mal stattfand.

Angefangen hatte der Verein mit gleichem Namen mit einem Konzert vor 300 Besuchern. Im vergangenen Jahr wurden am Samstagabend die Karten knapp. In diesem Jahr war die Wochenend-Veranstaltung im Vorverkauf restlos ausverkauft. Knapp 2000 Besucher pilgerten zum Festival, um den 30 Bands, die dort auftraten zuzuhören.

„Der Besucherandrang lässt sich auf die Bands zurückführen“, meinte Philipp Hühne vom Verein. Im vergangenen Jahr sei die Band „Frittenbude“ ein Höhepunkt gewesen, in diesem Jahr wären die Deutsch-Rapper „Cro“ und „Die Orsons“ die Zugpferde.

Das Festival hätte sich inzwischen etabliert, es kämen zahlreiche Stammgäste.

Kurzclip: Besucherstimmen zum Musik

„Die Leute merken, das ist nicht nur Massenabfertigung“, sagte Hühne. Das Musikschutzgebiet (MSG) sei familiär und biete eine herzliche Atmosphäre. Der Verein, der derzeit 25 Mitglieder zählt, möchte mit dem Musikschutzgebiet in Nordhessen ein Angebot für die Jugend schaffen, abseits von Kirmes und Schützenfest.

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Zu den Zielen des Vereins zählen die Gewaltprävention und das Eintreten gegen die Diskriminierung von Minderheiten. Außerdem ist der Verein Teil eines großen Netzwerkes für Jugendkultur und Kunst. So gibt eine Scheune des Grünhofs Raum für die Werke von Kunststudenten der Kunsthochschule Kassel.

Die Hot-Chesse-Crew, ein Design- und Künstlerkollektiv aus Kassel entwarf große würfelförmige Lampions, die für stimmungsvolle Beleuchtung sorgten. Etablierte und junge Künstler der Region sollen die Möglichkeit bekommen, beim Festival auszustellen und aufzutreten.

Festival Musikschutzgebiet in Hombergshausen

Im Laufe der Zeit haben sich Kooperationen mit anderen kulturellen Initiativen entwickelt, beispielsweise mit „Anorak 21“ und mit „Gewalt geht nicht“. Über 100 Helfer trugen zum Gelingen des Festes bei, für das die Vorbereitungen bereits im Herbst begonnen hatten.

Wer sein Handy aufladen wollte, konnte beim Electric Hotel auf einem Fahrrad die nötige Wattzahl mit Muskelkraft produzieren. Das mobile Kraftwerk produziert Strom und versorgt Stromnomaden mit Energie, erklärte Projektmanagerin Sarah Vogelsang.

Kurzclip: Besucherstimmen zum Musik

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Die Besucher waren begeistert von der Stimmung, der Musik und der Atmosphäre: „Es ist wunderschön hier, ein guter Ort für ein Festival“, meinte Christoph Stemmler, der mit Freunden von Lengemannsau zum Festival gelaufen war. „Familiär und angenehm“ fanden Julia Pausch und Pauline Beck aus Marburg die Stimmung, die auf dem Grünhof gezeltet hatten.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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