Barbara Braun-Lüdicke mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

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Verdienstkreuz am Bande: von links nach der Ehrung Staatssekretär Mark Weinmeister, Dr. Sebastian Braun-Lüdicke mit den Töchtern Marlene (auf dem Arm) und Clara, Barbara Braun-Lüdicke, Martin Lüdicke, Stadtverordnetenvorsteher Albin Schicker, Tochter Eva Braun-Lüdicke sowie Natalie Köllner, Mutter der beiden Kinder.

Melsungen. Barbara Braun-Lüdicke hat am Samstag das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Die Melsungerin wurde ausgezeichnet für ihr vielfältiges Wirken für ihre Heimatstadt, insbesondere in der Politik, für die Kirche und den Sport.

Staatssekretär Mark Weinmeister übergab die im Dezember noch vom damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff unterschiebene Urkunde samt Bundesverdienstkreuz in drei Varianten für unterschiedliche Anlässe an die 56-Jährige.

Die dreifache Mutter setzte sich seit 1991 für die Kasinogesellschaft ein, 16 Jahre lang als stellvertretende Vorsitzende. Sie hatte maßgeblich Anteil an dem 1992 gefassten Entschluss, Frauen als gleichberechtigte Vollmitglieder in der Kasinogesellschaft aufzunehmen. „Da habe ich etwas gelernt“, meinte Weinmeister.

1995 gründete sie mit dem Heimat- und Verschönerungsverein Melsungen die nach ihrem Vater benannte Dr. Bernhard-Braun-Stiftung. Neben der Förderung von Heimat und Brauchtum, Kultur, Kunst und Denkmalpflege, Gesundheit, Schutz von Landschaft und Umwelt sowie der internationalen Völkerverständigung wurden auf Braun-Lüdickes Initiative hin auch zahlreiche Jugendarbeitsprojekte gefördert.

Barbara Braun-Lüdicke war von 1993 bis 1997 Vorsitzende der Frauen-Union und bis 2008 stellvertretende Vorsitzende im CDU-Stadtverband Melsungen. Von 1997 bis 2006 gehörte sie der Stadtverordnetenversammlung an. Seit 2006 ist sie Magistratsmitglied. Dass der Vorschlag, ihr das Bundesverdienstkreuz verleihen zu lassen, von Stadtverordnetenvorsteher Albin Schicker (SPD) kam, zeige das Miteinander in der Stadt über Parteigrenzen hinweg, sagte Bürgermeister Dieter Runzheimer. Die Entscheidung, einen Fachwerkkomplex in der Innenstadt zu sanieren und zum Hotel umzubauen, sei auch ein Beweis ihrer Verbundenheit mit Melsungen.

Darüber hinaus war sie 1998 Mitgründerin des Fördervereins Stadtkirche, als eine umfangreiche Sanierung anstand, sowie Gründungsmitglied des seit 2002 bestehenden Freundes- und Förderkreises des Klinikums Melsungen. Vor zwölf Jahren wurde sie Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der Melsunger Turngemeinde.

Hierbei liegt ihr der Handball besonders am Herzen. Den Handball nicht zu erwähnen, wäre ein fataler Fehler, meinte Weinmeister. Die MT-Melsungen in ihrer jetzigen Form wäre ohne sie und ihren Mann Martin Lüdicke nicht möglich. Auch hierbei zeige sich ihr Engagement aus tiefster Seele.

Bevor die Geehrte selbst zu Wort kam, sagte Runzheimer sagte, er bewundere ihre Gabe zur spontanen Rede, oft mit Witz, bisweilen mit feiner Ironie. Doch auf die spontane Rede wollte sich Barbara Braun-Lüdicke an diesem besonderen Tag nicht verlassen und hatte sich Notizen gemacht, um niemanden zu vergessen. Allen voran die Familie, aber auch den politischen Ziehvater Gunter Hadamczik, Winfrid Mathes, der sie Kommunalpolitik gelehrt habe, Altbürgermeister Karl-Heinz Dietzel, unter dessen Amtszeit die die ersten Erfahrungen als Stadträtin machte. (bmn)

Quelle: HNA

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