Kasseler Ensemble Capella Cavata sorgte für Überraschung

Barockes Klangerlebnis

Barockkonzert: Das Ensemble Capella Cavata gastierte in der Melsungen Stadtkirche mit Werken bekannter Komponisten der Barockzeit. Foto: Verena Koch

Melsungen. Melodische Klänge von Streichern und Cembalo waren am Sonntagabend in der Melsunger Stadtkirche zu hören. Das Kasseler Ensemble Capella Cavata gastierte unter dem Titel „Der Herr ist mein Licht“ mit Werken aus der Barockzeit. Mit Texten zu Klage und Hoffnung bot das Ensemble um die Sänger Nicoline Hake und Jochen Faulhammer eine Stunde eingehüllt in schöne Klänge.

Das Steckenpferd des vor einem Jahr gegründeten Ensembles ist ihre Interpretation von Alter Musik. Diese trägt Capella Cavata Stilecht auf historischen Instrumenten vor. Die Instrumentalistinnen Regine Kändler und Heidrun Heidarsdottir (Violine), Laura Frey (Viola da Gamba) und die Melsungerin Claudia Schweitzer (Cembalo) waren perfekt aufeinander eingestimmt. Bei der „Partita No. 1“ in e-Moll von Andreas Christophorus Clamer zeigten die Instrumentalistinnen ihr Können. Dabei schienen sie sich mit schön ausgespielten Verzierungen von Satz zu Satz zu steigern.

Bei dem Auftritt in der Stadtkirche standen mit Heinrich Schütz, Franz Tunder, Dietrich Buxtehude und Johann Heinrich Schmelzer sieben Werke namhafter Komponisten der Barockzeit auf dem Programm. Ganz ohne technische Hilfsmittel schwebten die Klänge von Streichern, Cembalo und Gesang durch den Kirchenraum.

In wechselnder Besetzung präsentierte das Ensemble sich so dem Publikum in immer neuem Klanggewand. Besonders die helle und klare Stimme der Sopranistin Nicoline Hake begeisterte die Zuhörer. Mit viel Gefühl wiegte sie sich zur Musik und zeigte ihr Können vor allem bei den melismatischen Stellen von Buxtehudes „Herr, wenn ich nur dich habe“. Dafür erntete sie den ersten Applaus des Abends. Mit ihrer sympathischen Ausstrahlung hatte Nicoline Hake das Publikum auf ihrer Seite, so dass ein kleiner Frosch im Hals der Sopranistin die Begeisterung für ihre gesangliche Darbietung nicht schmälerte.

Bei ihrem letzten Stück – das auch Namensgeber für das Konzert war – „Der Herr ist meine Liebe“ von Johann Philipp Krieger musizierten alle Instrumentalisten und Sänger gemeinsam. Besonders der Kontrast von Nicoline Hakes Stimme zu der tiefen und durchdringen Bass-Stimme von Jochen Faulhammer sorgte für Gänsehaut bei den 60 Gästen. Das Klangerlebnis dankte das Publikum der Capella Cavata mit langanhaltendem Applaus. (yvk)

Quelle: HNA

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