Bastler baute Miniaturausgabe der Kirche in Freudenthal

Ein Mann mit seinem Modell: Karl Lerch baute die Kirche von Freudenthal in Miniaturformat nach. Foto: Büchling

Freudenthal. Die ursprüngliche Idee ist Karl Lerch beim Besuch eines Adventsmarktes gekommen. Dort wollte er eigentlich für seinen Enkel eine Spielzeugkiste kaufen. Doch schien ihm der Preis nicht angemessen.

Also baute er sie zu Hause selbst. Auf den Geschmack gekommen mit der Bastelei, inspirierte ihn ein Blick zur Kirche in Freudenthal und der Entschluss war gefasst: „Ich baue sie nach“, sagte sich der 72-Jährige.

In 550 Arbeitsstunden entstand eine Miniaturausgabe der Freudenthaler Kirche, die jetzt den Garten vor seinem Haus ziert. Wie es sich für einen Fachmann geziemt, Karl Lerch ist gelernter Maurer, entstand das Prachtstück mit viel Liebe zum Detail.

Schwiegersohn Edgar Rose fotografierte die Kirche von innen und so entstand über Weihnachten 2010 ein Modell.

Die Umsetzung erfolgte im Keller seines Wohnhauses. Im Bastelraum wurden Buntsandsteine geschnitten, geschliffen und gemauert. Mauerwerk wurde mit Eisengeflecht versehen, das Obergeschoss mit Holzleisten verkleidet und mit selbstgeschnittenen Bitumenschindeln das Dach verkleidet. Aus schmalen Bleistreifen ist der Glockenturm entstanden, ein Glanzstück.

Da Karl Lerch im Dach Glasscheiben eingesetzt hat, kann man Kanzel, Empore, Altar, Orgel, und die Holzbänke von oben erblicken.

In einem Detail hat der Erbauer sich vom Original entfernt, er hat bei seinem Modell einen behindertengerechten Eingang gebaut.

Während der Bauphase wusste Ehefrau Ingeborg immer, wo sich ihr Mann aufhielt – nämlich im Bastelkeller. Aber nachdem das Kirchenbauprojekte abgeschlossen war, hörte Karl Lerch nicht auf. Und so entstand auch noch das Backhaus neben der Kirche.

Doch nun ist erst mal Pause. Denn jetzt wollen die Lerchs in Urlaub fahren. Was hinterher passiert, lässt der 72-Jährige noch offen. (zpb)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare