Verein der Abteilung Neuropädiatrie am Klinikum Kassel

Spendenaktion: Sie bastelten für Paul

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Wieder zuhause: Paul geht es wieder richtig gut. von links Peter, Paul und Stephanie Sandrock sowie Mirko und Ben Müller.

Malsfeld. Paul Sandrock geht es wieder gut. Der Siebenjährige aus Malsfeld lacht, tobt mit seinem besten Freund und besucht wieder die Grundschule. Dabei ist es noch gar nicht lange her, dass es Paul richtig schlecht ging:

Paul hatte eine Gehirnentzündung (Encephalitis) und litt an einer Lähmung der Beine und der Atemfunktion.

Die Krankheit kam ganz plötzlich, es war vor einem Dreivierteljahr. Sofort kam der Junge ins Klinikum Kassel. „Dort war er anderthalb Wochen auf der Neuropädiatrie und anderthalb Wochen auf der Intensivstation“, berichtet Pauls Mutter, Stephanie Sandrock. Die Situation sei anfangs schwierig gewesen, weil niemand so richtig wusste, was Paul hat. Dann stellten die Ärzte die Diagnose. An den dreiwöchigen Krankenhaus-Aufenthalt schlossen sich sieben Wochen Reha in Bremen an.

„Die ärztliche und pflegerische Versorgung im Klinikum Kassel war super“, sagt die Malsfelderin. In der Klinik hat man sich gut um die Familie gekümmert und hatte großes Verständnis für ihre Lage.

Aber auch von ihrem Freundeskreis erhielten die Sandrocks viel Hilfe und Unterstützung. Zwei dieser Freunde sind Mirko Müller und Christian Smakulski, die zusammen über 50 Adventsgestecke und sieben große Schnitzereien, zum Beispiel Sterne, bastelten und im vergangenen Jahr auf den Weihnachtsmarkt in Dagobertshausen verkauften.

Viele legten zusammen

Den Erlös – 250 Euro – spendeten sie an Paul. Auch die Arbeitskollegen von Pauls Vater Peter, der bei VW in Baunatal in der Abteilung Umweltschutz/Entsorgung arbeitet, legten für Pauls Genesung 250 Euro zusammen. Die Familie Sandrock entschied, die insgesamt 500 Euro dem Förderverein „Freunde e.V.“ der Abteilung Neuropädiatrie des Klinikums Kassel zu spenden. Paul, Vater Peter, Pauls bester Freund Ben Müller und dessen Vater Mirko übergaben die Spendensumme kürzlich an Dr. Rudolf Funke, Oberarzt und Vorsitzender des Vereins „Freunde e.V.“. Von der Spendensumme gehen nun 300 Euro an die Neuropädiatrie und 200 Euro an Eltern in Not.

Mittlerweile ist Paul auf dem besten Weg, wieder richtig fit zu werden: Er hat noch vereinzelt Ergotherapie, um seine Feinmotorik und sein Gleichgewicht wieder herzustellen. Und jetzt kann Paul endlich wieder lachen und toben.

Quelle: HNA

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