Mit Vollgas durch den Dreck

Bastian Schröder aus Züschen ist leidenschaftlicher Autocross-Fahrer

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Bereit für die Strecke: Bastian Schröder mit seinem aktuellen Rennwagen, an dem er viele Stunden geschraubt hat.

Züschen. Fünf Jahre ist es her, dass Bastian Schröder zum ersten Mal bei einem Autocross-Rennen am Start war. Seitdem lässt den Züschener das Motorsport-Fieber nicht mehr los.

"Während eines Rennens bin ich voll mit Adrenalin und kann einfach mal richtig Gas geben", beschreibt er das Gefühl, wenn er im Auto sitzt. Mit einem eigens umgerüsteten VW Polo tritt er bei den Autocross-Veranstaltungen an, etliche Stunden an Arbeit hat er in sein Hobby investiert. Davon bereut er aber keine einzige Minute: "Ich kann einfach sehr gut abschalten, wenn ich nach der Arbeit an meinem Auto schraube."

Blechschäden lassen sich beim Autocross nicht vermeiden. Die Rennen finden auf Rundkursen mit losem Untergrund statt Erde, Sand, Schotter. Da geht es mitunter schmutzig zu, auch beim Kampf um die Positionen. Eine kaputte Stoßstange oder Dellen im Blech sind keine Seltenheit. "Da hat man ab und zu einen dezenten Wutausbruch, wenn etwas kaputt geht. Aber mit kleinen Blechschäden muss man rechnen", erklärt Schröder mit einem Grinsen.

Eine Besonderheit im Autocross stellen auch die Strecken dar. Es gibt zwar permanente Rennbahnen, mitunter wird aber auch ein Kurs auf einer Wiese abgesteckt. "Das macht die Rennen für den Fahrer sehr anspruchsvoll. Der Boden verändert sich von Runde zu Runde, da muss man konzentriert sein", weiß Schröder aus Erfahrung.

Besonders populär ist Autocross in den USA. Doch auch in Deutschland wird der Sport laut Schröder immer beliebter: "Es ist ein sehr kostengünstiger Motorsport. Für ein umgebautes Auto bezahlt man maximal 1000 Euro, die Teilnahme an einem Rennen kostet 50 Euro." Daher würden auch immer mehr Jugendliche an Autocross-Veranstaltungen teilnehmen.

Diese finden in ganz Deutschland statt. Der Deutsche Motorsport-Bund (DSMB) veranstaltet die Deutsche Meisterschaft, doch auch kleinere Regionalverbände laden regelmäßig zu Rennen ein. In zwei Disziplinen wird dann um den Sieg gekämpft: Sprintrennen gehen über eine Distanz von sechs Runden, bei Langstreckenrennen sind Mensch und Maschine über 45 Minuten gefordert.

Nach über einem Jahr Pause tritt Schröder Ende Juni wieder zu einem Rennen an. "Ich fahre so drei Rennen pro Jahr, alles andere wäre zu viel", sagt der Hobby-Rennfahrer.

Von Kevin Hildebrand

Quelle: HNA

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