Bathildisheim baut in Wolfhagen Wohnanlage für 18 Menschen mit Behinderung

+
Hier soll gebaut werden: Hans-Jürgen Scherer und Christian Geyer vom Vorstand des Bathildisheims (von links), stellten das Projekt des Vereins am geplanten Standort an der Worthstraße 12 (Grünfläche in der Mitte) vor. Mit dabei waren zwei der zukünftigen Bewohner, Mark Kevin Beutel und Elke Witzel, Bürgermeister Reinhard Schaake und Martina Hasenschar (künftige Heimleiterin). Foto: Schilling

Wolfhagen. Eine Wohnanlage für Menschen mit Behinderung soll ab dem Sommer an der Worthstraße 12 in Wolfhagen entstehen. Bauherr ist das Bathildisheim aus Bad Arolsen, das seine Pläne jetzt vorstellte.

Von Meike Schilling

„Wir wollen nach Möglichkeit noch vor den Sommerferien mit dem Bau beginnen“, sagte Hans-Jürgen Scherer (Kaufmännischer Vorstand), der das Projekt gemeinsam mit Christian Geyer (Fachlicher Vorstand) und dem zuständigen Architekturbüro Müntinga und Puy präsentierte. Läuft alles glatt, können die Bewohner im Herbst 2015 einziehen.

Das neue, zweigeschossige und barrierefreie Gebäude wird unterteilt in zwei Wohngemeinschaften für jeweils sechs Bewohner sowie drei Appartments, die von je zwei Bewohnern geteilt werden - jeweils mit eigener Küche und Bad. Zusätzlich wird es auch gemeinschaftlich genutzte Bereiche geben.

Zwei Millionen Euro

Die Kosten für den Bau belaufen sich insgesamt auf rund zwei Millionen Euro. 470 000 Euro kommen vom Landeswohlfahrtsverband Hessen und 150 000 von der Diakonie Hessen. Den Rest trägt das Bathildisheim.

Im Bereich Heilpädagogisches Wohnen betreut der Verein etwa 200 Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen. Der Neubau in Wolfhagen ist Teil eines über mehrere Jahre laufenden Projektes, bei dem Wohnplätze vom Standort Neu-Berich (Bad Arolsen) in umliegende Kleinstädte verlegt werden, und das möglichst nahe der Stadtzentren. So soll den Bewohnern laut Verein die Gelegenheit gegeben werden, ihr Leben so weit es geht eigenständig zu führen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. „Dabei sein ist wichtig. Wir freuen uns, dass wir hier sehr zentral liegen“, erklärte Christian Geyer.

Die 18 Wohnplätze sind bereits jetzt belegt. Die künftigen Bewohner sollen in die Gestaltung der Wohnanlage mit einbezogen werden, etwa wenn es um die Einrichtung von Küchen und gemeinsamen Wohnbereichen geht. Und natürlich gestaltet laut Geyer jeder seinen privaten Wohnraum ganz individuell.

„Ich bin sehr dankbar und stolz, dass wir uns im Richtung sozialer Stadt entwickeln“, sagte Bürgermeister Reinhard Schaake anlässlich der Projektvorstellung. „Sie sind ein Teil unserer Stadt und uns herzlich willkommen“, begrüßte er Mark Kevin Beutel und Elke Witzel, zwei Bewohner, die sich ihren künftigen Wohnort schon einmal anschauten.

Die Wohnanlage an der Worthstraße ist nicht das einzige Wohnprojekt für behinderte Menschen, das derzeit in Wolfhagen entsteht. Am Montag beginnen die Umbauarbeiten am Alten Amtsgericht. Dort richtet die Baunataler Diakonie Kassel barrierefreie Wohnmöglichkeiten für 15 Menschen mit Behinderung ein. (mex)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare