Bürgerversammlung zu Einzelheiten am 12. März

Bauarbeiten für Kreisel an der Drehscheibe in Homberg beginnen Ende März

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Ende eines Provisoriums: Die gelben Streifen, die Zebrastreifen und Kreisel an der Drehscheibe markieren, sollen bald verschwinden.

Homberg. Die Arbeiten für den geplanten Kreisel an der Drehscheibe in Homberg sollen noch diesen Monat beginnen. Die Pläne für den Umbau stehen bereits.

Das Provisorium – ein gelbes Kreuz – ist für viele Autofahrer längst zur Normalität geworden. Jetzt soll der Minikreisel an der Drehscheibe in Homberg gebaut werden. "Mit den Arbeiten wird am 26. März begonnen, sie werden sich über etwa sieben Wochen hinziehen", sagt Frank Kruse vom Ingenieurbüro Unger Ingenieure.

Bei einer Bürgerversammlung am Montag, 12. März, sollen ab 19 Uhr die Planungen für die Kreuzung in der Stadthalle vorgestellt werden.

Natur- und Basaltsteine, die Verkehrsinseln mit Granitsteinen gestaltet – so soll er aussehen, der neue Minikreisel. Zeitgleich sollen auch die Kasseler Straße sowie die Ziegenhainer Straße ausgebaut und die Kanalanlagen erneuert werden. Die Gesamtkosten für dieses Projekt belaufen sich auf etwa 1,6 Millionen Euro. Das Land stellt einen Zuschuss von 440 000 Euro zur Verfügung.

Barrierefreie Übergänge

Der Kreisel mit einem Außendurchmesser von etwa 19 Meter erhält eine fünf Meter breite Fahrbahn. „Der Innenkreis wird für Busse und Schwerverkehr überfahrbahr sein“, sagt Kruse. Dieser hat einen Durchmesser von neun Metern und soll aus Natur- und Basaltsteinen bestehen. Dennoch werde ein etwa fünf Zentimeter hohes Flachbord eingesetzt. „Die Kante dient als Abgrenzung. Sie kann Autos aber nicht beschädigen“, so der Ingenieur.

Für Fußgänger sind barrierefreie Übergänge geplant. Bordsteine würden abgesenkt, damit Rollstuhlfahrer darüber fahren könnten, für sehbehinderte Menschen würden Platten mit Rillen und Noppen – sogenannte taktile Bodenindikatoren – verlegt, sagt Kruse.

Geschwindigkeit soll auf 30 Stundenkilometer begrenzt werden

Außerdem entstehen vier Verkehrsinseln von je zweieinhalb Metern Breite. Zebrastreifen sollen ebenfalls angelegt werden. Ein weiterer Überweg in der Ziegenhainer Straße ist nicht geplant. „Um die Sicherheit für die Schüler zu erhöhen, soll in der Ziegenhainer Straße die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt werden“, sagt Stadtverordnetenvorsteher Jürgen Thurau.

An zwei Stellen wird die Straße enger: An der Ecke Kaufhaus Sauer und der Haltestelle „Kraftpost“ wird der Kurvenbereich schmaler. „So wollen wir erreichen, dass die Autos langsamer fahren“, erklärt Kruse. Die Kurven sollen aber für den Schwerverkehr überfahrbar bleiben.

Siebenwöchige Vollsperrung

Während der siebenwöchigen Vollsperrung soll der Verkehr über die Bundesstraße 323 umgeleitet werden. Die Kreisverwaltung kann beispielsweise über den Adolf-Kolping-Weg erreicht werden. Die Gehwege sollen abschnittsweise gesperrt werden.

Der Kreisel wird nötig, weil auf dem Areal des ehemaligen Ulrich-Autohauses ein Einkaufszentrum entstehen soll. Dadurch werde mehr Verkehr erwartet, den eine Ampel nicht mehr regeln könne, erklärt Kruse.

Den Abrissarbeiten für das Einkaufszentrum werde der Bau des Kreisels nicht in die Quere kommen: „Der Schutt kann dann über die Bundesstraße abtransportiert werden“, sagt Thurau.

Quelle: HNA

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