Bauarbeiten laufen auf Hochtouren: Kulturladen eröffnet bald in Wolfhagen

Endspurt auf der Baustelle: Der Kulturladen in Wolfhagen nimmt Gestalt an. Werner Dier vom technischen Außendienst der Stadt Wolfhagen streicht die letzten Wände in einem hellen Grau, während sein Kollege Michael Frisch und Wolfgang Frey sowie Manuela Matthaei (von rechts) einen Blick auf den Grundriss werfen. Foto:  Skrzyszowski

Wolfhagen. Lange standen die Räume leer. Nun sollen sie sich wieder mit Leben füllen - und mit Kultur. Aus dem ehemaligen Okay-Markt in Wolfhagen soll ein Kommunikationszentrum werden. Die Umbauarbeiten laufen auf Hochtouren - bis Ende nächster Woche muss der Veranstaltungsraum fertig sein.

Aber Wolfgang Frey vom Wolfhager Kulturbüro ist zuversichtlich: „Die Jungs haben mir zugesagt, dass das klappt“, sagt er und lacht.

„Nächsten Freitag wird der Kulturladen inoffiziell eröffnet.“ Die deutsche Musikerin, Sängerin und Komponistin Christina Lux wird als erste mit dem deutschen Gitarristen Reentko auf der kleinen Kulturbühne im Kulturladen in der Triangelstraße 19 stehen.

Kurzclip: Arbeiten auf der Kulturladen-Baustelle laufen auf Hochtouren

Zukünftig sollen auf rund 450 Quadratmetern kulturelle Veranstaltungen, vor allem Kabaretts, die Besucher in die Stadt locken. Für etwa 200 Gäste sei im Kulturladen Platz. Wolfgang Frey hat in der Freiburger Kulturbörse bereits nach Nachwuchskünstlern Ausschau gehalten. „Die Besten kommen nach Wolfhagen. Viele Künstler fragen auch von sich aus an“, sagt der Kulturmanager.

Er und seine Kollegin Manuela Matthaei wollen die Stadt nicht nur kulturell bereichern. „Das Ganze ist ein Stadtmarketing-Projekt. Wir wollen nicht nur Kleinkunst machen, sondern auch Modenschauen und Filmnächte organisieren“, sagt Frey. Zur Fußball-Europameisterschaft soll es auch ein Public Viewing im Kulturladen geben. Als Gegenpart zum Kulturzelt ist ebenfalls ein Winterfestival im Januar 2013 geplant.

„Wir haben viele Veranstaltungen bisher in die Dorfgemeinschaftshäuser verlegt und mussten das Equipment mieten. Das hat sich finanziell nicht gerechnet“, sagt Frey. Das Geld könne man mit einer eigenen Spielstätte nun einsparen. „Die laufenden Kosten können so durch die Mehreinnahmen abgedeckt werden. Das kostet den Steuerzahler keinen Cent.“ Zudem sei der Kulturladen ein Teil des hessenweiten Projekts „Aktive Kernbereiche“. 70 Prozent der Umbaukosten übernehme das Land Hessen.

Bis zum Sommer soll der Kulturladen komplett fertig sein. Denn es wird auch ein Filmmuseum im neuen Veranstaltungszentrum Platz finden. Dort wird Dirk Lindemann, Heimatführer aus Wolfhagen, unter anderem alte Filmgeräte ausstellen. Anlässlich des Projekts „Energieeffiziente Stadt“ steht künftig auch ein Energieberater den Bürgern Rede und Antwort. Das Jugend- und Kulturbüro zieht ebenfalls aus dem Keller des Nebengebäudes der Stadtverwaltung in die neuen Räume im Kulturladen. „Wir als Ansprechpartner sind dadurch viel zentraler“, sagt Manuela Matthaei vom Wolfhager Kulturbüro.

Natürlich sollen auch Schulen, Vereine und Verbände von den neuen Räumen profitieren: „Wir stellen die Räume sowie die professionelle Technik gerne zur Verfügung“, sagt Wolfgang Frey.

Von Nina Skrzyszowski

Quelle: HNA

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