Positiver Trend in der Landwirtschaft – Tierzüchter mit Problemen

Schwalm-Eder. Die Wirtschaftsergebnisse der landwirtschaftlichen Betriebe im Schwalm-Eder-Kreis haben sich im vergangenen Geschäftsjahr insgesamt positiv entwickelt. Das erklärte der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, Dr. Bernd Wenk. Damit liegen sie im bundesweiten Trend.

Nach Angaben von Bauernpräsident Gerd Sonnleitner sind die Einkommen der Landwirte nach zwei Jahren Flaute wieder gestiegen.

Ausgenommen sind, so Dr. Wenk, die etwa 1000 Schweinezucht- und -mastbetriebe im Kreis. Diese haben unter dem Dioxin-Skandal im vergangenen Frühjahr gelitten - das Gift war damals in Tierfutter entdeckt worden und sorgte bundesweit für massive Einbrüche beim Schweineabsatz. Vom zweiten großen Lebensmittelskandal, der Verseuchung von Frischgemüse mit dem EHEC-Erreger, seien im Schwalm-Eder-Kreis lediglich zwei Gemüsebauern betroffen gewesen. Die hätten aber schwer gelitten.

Die Entwicklung bei den Milch- und Ackerbaubetrieben nennt Dr. Wenk „zufriedenstellend“. Insgesamt sei die Lage der Bauern besser als im Vorjahr. Und der positive Trend werde sich verstärken, weil die Nachfrage an Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen weiter steigen werde. Darum müssten die Flächen erhalten bleiben. Stillegungen seien nicht mehr zeitgemäß.

Über konkrete Zahlen zu den Einkommen der heimischen Betriebe verfügt der Kreisbauernverband nicht. Die Buchführung werde nicht zentral erfasst, erklärt Geschäftsführer Dr. Wenk. Die bundesweiten Zahlen seien vom Deutschen Bauernverband über ein Testbetriebenetz ermittelt worden. Wenk warnt: Gewinne seien nicht mit Einkommen gleichzusetzen, müssten doch die landwirtschaftlichen Betriebe in der Regel noch Abträge für fremdfinanzierte Investitionen leisten. (sis)

Quelle: HNA

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