Feuerwehr: Während Arbeitszeit in Bereitschaft

Bauhofmitarbeiter rücken im Notfall aus

Gilserberg. „Die Situation sieht alles andere als rosig aus“, sagte Martin Dippel, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Gilserberger Gemeindevertretung, zum Thema Feuerwehr und Brandschutz in Gilserberg und seinen Ortsteilen. Der neue Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Brandschutz und die Allgemeine Hilfe in der Gemeinde Gilserberg stieß auf großes Interesse, nahezu alle Besucherstühle im Sitzungssaal waren mit Feuerwehrleuten besetzt. Einstimmig votierten CDU- und SPD-Fraktion für den Plan.

Der Gemeindebrandinspektor Markus Böse hatte den Bedarfs- und Entwicklungsplan für die zehn Wehren in der Gemeinde erstellt, der alle fünf bis sechs Jahre fortgeschrieben werden muss und eine Pflichtaufgabe der Kommunen ist.

Ausbildungsstand besser

Er hatte Gefährdungsbereiche, personelle Stärke, Ausbildungsstand und die Ausrüstung aufgelistet, Sicherheitsmängel dokumentiert und neben anderem eine Prognose der personellen Situation gemacht.

Wie Dippel erklärte, habe sich der Ausbildungsstand in den vergangenen Jahren erheblich verbessert. Die finanziell schwierigste Aufgabe sei der Ersatz von fünf Feuerwehrfahrzeugen bis 2018, die dann ihre Nutzungsdauer überschritten haben.

Schönau sei ein „kleines Sorgenkind“, denn das Feuerwehrgebäude sei baufällig. Auch bei der Ausbildung gebe es einiges zu tun.

Ralf Dehnert von der CDU-Fraktion forderte, die Investitionen der Gemeinde personell zu untermauern. „Was nützt uns die Ausrüstung, wenn wir es nicht nutzen können?“, fragte er.

Bürgermeister Lothar Vestweber verwies auf einen Plan, die erforderliche Ausrüstung „im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten schrittweise umzusetzen“. Um die Einsatzfähigkeit tagsüber sicherzustellen, seien drei Bauhof-Mitarbeiter in Bereitschaft.

Arbeitsvertrag mit Zusatz

Bei zwei anderen Mitarbeitern, deren Arbeitsverträge verlängert werden sollen, werde darüber nachgedacht, eine Mitgliedschaft bei der Feuerwehr und Bereitschaftsdienst während der Arbeitszeit zur Bedingung zu machen, sagte Vestweber, der den Plan als „von Sparsamkeit gekennzeichnet“ beschrieb. (alx)

Quelle: HNA

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