Kommunen zurückhaltend beim Ausweisen neuer Baugebiete

Bauland ist zurzeit kaum gefragt

Wolfhager Land. Vom Bau-Boom vergangener Jahrzehnte ist im Wolfhager Land nicht mehr viel zu spüren. Neue Bauplätze werden kaum noch ausgewiesen, die vorhandenen werden die Kommunen nur schleppend los.

Noch sieben Plätze gibt es auf dem Wolfhager Teichberg, und mehr wird es im größten städtischen Baugebiet der vergangenen Jahrzehnte nicht mehr geben. Das Areal ist ausgereizt, sagt Andreas Nimmesgern vom Grundstücksmarketing der Stadt. Städtische Parzellen für Eigenheime sind rar. In Wenigenhasungen, Altenhasungen und Niederelsungen gibt es jeweils noch einen, drei in Nothfelden. Nachschub wird es in Ippinghausen geben. Dort sind vor dem Bürgel zehn Plätze eingemessen. Ein rechtskräftiger Bebauungsplan fehlt noch. Zwei Anfragen von Bauinteressenten gibt es, ansonsten sei die Nachfrage sehr verhalten. Neue Baugebiete auszuweisen ist derzeit kein Anliegen im Rathaus. Im Fokus steht die Stärkung der Kernbereiche. Die Innenstadt soll wieder belebt werden.

Das gilt auch in Naumburg, erklärt Bürgermeister Stefan Hable. In der Kernstadt sind 17 Bauplätze zu haben, das Interesse ist seit Jahren gering. In Elbenberg sind sechs und in Altenstädt neun Plätze im Angebot. Auch in Zierenberg hat man die Altstadt im Blick. In der Kernstadt gibt es nur noch drei Bauplätze, in Oberelsungen 18, in Oelshausen 13. „Und die“, sagt Markus Rose vom Bauamt, „halten wir schon lange vor“.

Üppig ist der Bestand in Breuna. Laut Hauptamstleiter Walter Schmand sind aktuell 30 Bauplätze verfügbar. Ein Trend zum neuen Eigenheim verzeichnet man in Bad Emstal. 18 Bauplätze sind frei. Und die Parzellen werden auch wieder verstärkt nachgefragt, so Andreas Bohn vom Bauamt.

In Habichtswald wurde am Mittwoch das letzte gemeindliche Bau-Grundstück verkauft. Quadratmeterpreis: 87 Euro. Für Nachschub soll gesorgt werden.

Von Norbert Müller

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