Kinder des Waldkindergartens spielen fast nur draußen

Haben einen Baum gepflanzt: Die Kinder des Waldkindergartens mit Revierförster Harald Hötzel vorne in der Hocke. Foto: Zerhau

Niedenstein. Einen Kindergarten fernab von Straßen mit Durchgangsverkehr, ohne versiegelte Flächen, Abgrenzungen und ohne Häuserfronten. Dafür mit ganz viel Natur.

Dieses Fleckchen Erde findet man in der nördlichsten Stadt des Schwalm-Eder-Kreises, in Niedenstein.

Seit dem Jahr 2010 gibt es diese Einrichtung, den Waldkindergarten Niedenstein, der auf eine private Initiative hin von Anna und Günter-Dieter Fricke ins Leben gerufen worden ist und sich großer Beleibtheit erfreut. Der zuständige Revierförster, Harald Hötzel, unterstützt die Arbeit von Gruppenleiterin Kim Schneider und Christina Taraschewski und kommt öfters zu der Kindergartengruppe.

Bei seinem letzten Besuch am Wochenende brachte er den Setzling einer Traubeneiche mit, den er mit den Kindern pflanzte.

Baum des Jahres

Daraus wird einmal in vielen Jahren ein kräftiger Baum von bis zu 40 Metern Höhe werden. Der Stammdurchmesser kann bis zu zwei Metern betragen. Die Traubeneiche ist der Baum des Jahres 2014 und kann bis zu 1000 Jahre alt werden.

Der Träger des Niedensteiner Waldkindergartens ist der Johanneshof in Baunatal. Zurzeit werden dort 14 Jungen und Mädchen im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut. In dem Waldstück oberhalb von Niedenstein steht ein großer Bauwagen, in den sich die Kinder bei schlechtem Wetter zurückziehen können.

Ansonsten spielen sich die Aktivitäten unter freiem Himmel statt. Es wird versucht, so wenig wie möglich Zeit in geschlossenen Räumen zu verbringen. Dies solle das Interesse der Kinder an Natur fördern.

Kontakt: Waldkindergarten Niedenstein, Anna Fricke, Forsthausstraße 1, 34305 Niedenstein. Tel. 0 56 24/ 92 28 54 oder 0173/ 3 46 02 90.

E-Mail: anna@johanneshof-therapien.de

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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