Baunataler Diakonie errichtet Werkstatt mit 135 Plätzen im Gewerbegebiet

Hier entsteht die neue Werkstatt: Die Baunataler Diakonie Kassel schafft im Malsfelder Gewerbegebiet 135 neue Arbeitsplätze. Dort sollen ab Januar Behinderte aus den Waberner und Baunataler Standorten tätig sein.

Schwalm-Eder. Im Januar geht es los: Ab dann sollen 135 behinderte Menschen in der neuen Werkstatt der Baunataler Diakonie Kassel im Ostheimer Gewerbegebiet einen Arbeitsplatz finden.

Der Bau wurde notwendig, weil es in den Waberner und Baunataler Werkstätten zu eng geworden war. Deshalb wechseln voraussichtlich 50 behinderte Mitarbeiter aus Wabern in die neue Werkstatt nach Ostheim. Aus Baunatal werden 80 Beschäftigte ebenfalls in Malsfeld tätig sein. Das teilt Siegfried Richter aus Homberg, Vorsitzender des Fördervereins für Behinderte und psychisch Kranke der Waberner und Malsfelder Werkstätten mit.

Bau entsteht in kurzer Zeit

In der neuen Einrichtung werden die Tätigkeiten und Ausbildungen komplett auf die Bedürfnisse von Behinderten und psychisch Kranken zugeschnitten sein, sagt Richter. Das Gebäude entsteht binnen eineinhalb Jahre: Im Juni 2010 wurde der Grundstein gelegt, am 2. Januar sollen die Mitarbeiter die Arbeit in der neuen Produktionsstätte aufnehmen.

Die Kosten für das Projekt liegen bei 5,3 Millionen Euro. 4,3 Millionen davon fließt in den Bau, eine weitere Million Euro investiert die Baunataler Diakonie in die Ausstattung der Werkstätten. Knapp die Hälfte der 14 000 Quadratmeter großen Fläche soll für die Produktion genutzt werden.

Die neue Werkstatt im Malsfelder Gewerbegebiet habe eine günstige Lage inmitten eines Industriegebiets, erklärt Thomas Helmstätter, Pressesprecher der Diakonie Baunatal. Deshalb werden die Beschäftigten vor allem auch in der Montage, Logistik und im Bereich der Industrieverpackung arbeiten. Außerdem gibt es Jobs in der Medizin, Technik, Schneiderei, Küche und Hauswirtschaft. Der Rest der Fläche wird für Küchenbereich, Speisesaal und Sozialbereiche benötigt.

15 Mitarbeiter betreuen die 135 Beschäftigten. Dem Förderverein Waberner Werkstätten – der ab Januar auch den Zusatz Malsfelder Werkstätten trägt – geht es darum, behinderte Menschen aus der Anonymität zu holen und sie je nach ihren Möglichkeiten und Talenten auszubilden. „Das Potenzial behinderter Menschen wird oft nicht ausgeschöpft“, ist sich Siegfried Richter sicher. Genau das will der Förderverein ändern – künftig sogar an zwei Standorten.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare