Grundstück für Wohnprojekt in Morschen fehlt - Mehr Unterstützung gefordert

Morschen. Das Bauprojekt für betreutes Wohnen in Morschen beschäftigte die Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung. Noch bevor Projektentwickler Heinrich Bambey etwas über den Stand des Projekts sagen konnte, wurde beschlossen, dass sich der Gemeindevorstand mit dem Kirchenvorstand abstimmen muss.

Es gehe darum, ein einvernehmliches Vorgehen von Kirche und Gemeinde zu erreichen, um keine schädliche Konkurrenzsituation entstehen zu lassen, hieß es in der Begründung.

Hintergrund ist, dass die evangelische Kirchengemeinde in Altmorschen kürzlich ein Konzept vorgestellt hatte, das Gemeinderäume, Pfarrerswohnung und 15 Tagespflegeplätze der Diakoniestation Fulda-Eder unter einem Dach vereinen soll (wir berichteten). Für das alte Pfarrhaus wurde als mögliche Nutzung ein Umbau zu altengerechten Wohnungen genannt. Dieses Vorhaben überschneidet sich insofern mit den bisherigen Plänen für das Wohnprojekt 50+, als dass Pfarrsaal und Tagespflege mit in die bisherigen Planungen von Projektentwickler Heinrich Bambey einbezogen waren.

"Ich habe keine Probleme mit den Planungen der Kirche", sagte der Fraktionsvorsitzende der CDU, Heinz-Dieter Kaiser. Allerdings müssten Kirche und Gemeinde zusammenarbeiten.

Für die Umsetzung des Wohnprojektes 50+ fehlt derzeit das geeignete Grundstück. Das machte auch Projektentwickler Heinrich Bambey bei der Sitzung am Donnerstagabend klar. Er erläuterte den Gemeindevertretern nochmal die Nachfrage nach einer Seniorenwohnanlage. Er sei dankbar für den Antrag der CDU, denn seiner Meinung nach könne die wohnortnahe Versorgung von älteren Menschen nur verwirklicht werden, wenn Kirche, Gemeinde und Diakonie zusammenarbeiten. Es werde selbst wenn das Pfarrhaus zu altengerechten Wohnungen umbaut wird keine Konkurrenzsituation entstehen. Denn mit den vier oder fünf Wohnungen, die im alten Pfarrhaus entstehen könnten, wäre der Bedarf nicht gedeckt. Die Grundvoraussetzung für seine Bereitschaft, in dieser Sache weiter tätig zu werden, sei aber, dass die Gemeinde ein Grundstück besorge und auch an den Bauträger übertrage. Einen Investor für das Projekt gibt es laut Bambey.

Enttäuscht zeigte sich Uwe Ludwig von der FDP über die Ausführungen des Projektentwicklers. "Wir hätten Lösungsvorschläge erwartet", sagte er. Bürgermeister Herbert Wohlgemuth sagte gestern auf Anfrage, dass es noch zwei zentrale Grundstücke in Altmorschen gebe, auf denen das kommunale Projekt umgesetzt werden könnte.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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