Andrang bei hessischen Pomologentagen in Naumburg

Naumburg. Ganz im Zeichen der Vielfalt des Obstes standen die 15. Hessischen Pomologentage, die am Wochenende im Haus des Gastes in Naumburg stattfanden. Die Veranstaltung bot auch in diesem Jahr eine Vielfalt von Möglichkeiten, wie Naumburgs Bürgermeister Hable bei der Eröffnung am Samstag sagte.

Äpfel, wohin das Auge blickt: Die zahlreichen alten Apfelsorten schauten sich auch Henner und Antje Schäfer an. Sie gehörten zu den zahlreichen Gästen, die am vergangenen Wochenende das Haus des Gastes in Naumburg besuchten. Fotos: Deutschländer

„Die Pomologentage sind ein wichtiger Baustein zum Erhalt alter Obstsorten“, betonte der Rathauschef. Zugleich attestierte Hable der Veranstaltung Tauglichkeit für wissenschaftliche Erkenntnisse als auch für den normalen Einkauf interessierter Menschen. Besonders die Äpfel standen beim Markt im Vordergrund, jedoch nutzten die Besucher der Ausstellung auch die Möglichkeit, zahlreiche andere Früchte und daraus hergestellte Produkte zu genießen. Anlässlich des Jubiläums und der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des Naumburger Naturschutz-Informationszentrums war auch Staatssekretär Peter Bleser aus dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz angereist. „Ich weiß, was Pomologen leisten“, betonte Bleser, der selbst Landwirtschaftsmeister ist und früher Besitzer eines Hofs war. Laut Bleser würden gerade Pomologen zeigen, wie Erhaltungsarbeit aussehen könne.

„Die Pomologie hat eine lange Tradition in Deutschland und ist zugleich unverzichtbar, um das Erbe, das uns hinterlassen wurde, an die künftigen Generationen weiterzugeben“, befand Bleser. Hans-Joachim Bannier vom Pomologenverein hob hervor, dass es sich bei der Ausstellung in Naumburg um eine der größten Deutschlands handele.

Preis für Dr. Braun-Lüllemann

Mit dem diesjährigen Oberdieck-Preis wurde Dr. Annette Braun-Lüllemann ausgezeichnet. Dr. Norbert Clement überreichte die Urkunde an Braun-Lüllemann und bezeichnete diese als „pomologischen Glücksfall“.

Sie habe sich herausragend um den Erhalt alter Kirsch- und Pflaumensorten bemüht, attestierte der Laudator. Die Preisträgerin habe ihr studiertes Wissen übertragen und zugleich den Mut gehabt, dieses nicht erschlossene Feld zu erarbeiten, betonte Clement weiter. Braun-Lüllemann selbst dankte besonders den Obstbauern, die Erfahrungen weiter gegeben hätten. (ld)

Quelle: HNA

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