Hessen Mobil: Maßnahme im Frühjahr angekündigt – Kreisel kommt nicht

Baustelle sorgt für Unmut

Eine Baustelle mehr: Am Abzweig nach Allendorf/L. auf der Bundesstraße bei Ziegenhain wird die Fahrbahn erneuert. Foto: Schittelkopp

Schwalmstadt. Nicht nur auf HNA.de wird wegen der weiteren Schwalmstädter Baustelle diskutiert: Auf der B 454 zwischen Treysa und Ziegenhain wird im Bereich des Abzweigs nach Allendorf/L. die Fahrbahn erneuert. Bis Mitte Dezember geht es nur halbseitig voran - mit zu erwartenden Rückstaus an den Baustellenampeln.

Doch warum wird dort gebaut, und warum jetzt? Darüber kursiert viel Häme in der Stadt, die der Pressesprecher von Hessen Mobil, Horst Sinemus, strikt zurückweist. „Die Baumaßnahme ist bereits länger geplant und von uns auch bereits in unserer Pressekonferenz am 26. März in Kassel angekündigt worden“, kontert Sinemus Mutmaßungen, es sei am Jahresende einfach noch Geld zu verausgaben. „Leider halten sich immer noch hartnäckig entsprechende Meinungen. Dies entspricht nicht der Realität und ist aufgrund der notwendigen Vorarbeiten für Planung, Bau,Verkehrsführung etc. in der Praxis nicht möglich.“

Erhebliche Schäden

Vielmehr, so Sinemus, werden die Entscheidungen aufgrund der regelmäßig aktualisierten Daten der Straßenzustandserfassung getroffen. Je nach Dringlichkeit würden die Vorhaben in einem Mehrjahresprogramm abgearbeitet. Im Bereich Profibaumarkt/Feuerwehrstützpunkt seien die Fahrbahnschäden erheblich. Auch diskutiert wird, warum an dem Abzweig gegenüber dem Stützpunkt der Feuerwehr beziehungsweise des Profibaumarktes bei der Gelegenheit nicht gleich ein Kreisel gebaut wird. Gerade die vielen Linksabbieger aus Richtung Schlierbach Richtung Ziegenhain stehen an der Stelle mitunter sehr lang.

Doch, so unterstrich Sinemus im Gespräch mit unserer Zeitung: Daraus wird nichts. Im vergangenen Januar hatte die Stadt Schwalmstadt den Kreisel für den Punkt formell vorgeschlagen, doch die nötigen Kriterien für die Investition seien nicht gegeben, sagte Sinemus. Es handele sich nicht um einen Unfallschwerpunkt, so dass Land und Bund keinen Anlass für den kostspieligen Umbau sehen.

Die einzige Möglichkeit wäre, dass die Stadt Schwalmstadt den Umbau zum Kreisel bezahlen würde.

Wegen des geplanten Abschlusses der Arbeiten bis Mitte Dezember ist Sinemus zuversichtlich, „wir arbeiten unter Hochdruck“. Die Einhaltung der Frist sei aber auch vom Wetter abhängig.

Rückstau

Die Autofahrer scheinen sich unterdessen auf die Behinderung eingestellt zu haben. Nach sehr langen Rückstaus zu Beginn der halbseitigen Sperrung hat sich die Lage entspannt. Offenbar meiden viele Autofahrer derzeit den Streckenabschnitt.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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