Bildband zeigt realistische Ansichten des Homberger Wahrzeichens

Sie bauten die Burg nach

Sehr realistisch: So wie im neuen Bildband von Frank Lindekamm (links) und Heinz Hause (rechts) hat die Hohenburg vermutlich im Mittelalter ausgesehen. In der Mitte der Vorsitzende der Burgberggemeinde, Alfred Uloth. Foto: Thiery

Homberg. Die Hohenburg, fast so echt, wie sie vor der Zerstörung war: Der Palas thront in der Mitte, ein großer Hof mit Fachwerkhäusern schließt sich an. All das kann man sich jetzt noch viel besser vorstellen. Frank Lindekamm und Heinz Hause haben einen Bildband über die Homberger Burg herausgegeben. In deren Mittelpunkt stehen dreidimensionale Nachbildungen der Anlage, wie sie im Mittelalter aussah. Die Fotos wurden am Computer erzeugt.

Fasziniert vom Realismus

Frank Lindekamm und Heinz Hause waren fasziniert von der Idee, realistische Bilder von der Burg zu zeigen, wie sie einmal war. Lindekamm war mit Eifer dabei.

Seine Idee: „Ich gebe den Hombergern ihre Burg zurück.“ Diese Vorstellung hat ihn angetrieben. Ungezählte Stunden berechnete er, bearbeitete Bilder und layoutete zuletzt auch noch den Bildband selbst.

Auf die Idee zu dieser Rekonstruktion war der Leiter des Fachbereichs Holztechnik an der Friedrich-Ebert-Schule in Homberg gekommen, als er mit einem Computerprogramm für Architekten arbeitete. Damit können realistische Computersimulationen erstellt werden. Als Vorlage dienten die architektonischen Berechnungen des Hombergers Wolfgang Ried. Der hatte schon in den 80er-Jahren einmal die Burganlage vermessen und intensiv erforscht.

Frank Lindekamm baute danach jedes Haus mit seinem Computerprogramm nach, Balken für Balken, Wand für Wand, Fenster für Fenster. Der Clou ist eine spezielle Einstellung, mit der daraus Fotos erstellt werden können. „So können realistische Ansichten simuliert werden, aus verschiedenen Blickwinkeln und sogar bei unterschiedlichen Tageszeiten“, sagte er. Auf einem Bild schimmert der Wehrgang im Abendlicht, ein anderes zeigt den Blick in den Hof, das nächste Ansichten von der Innenstadt auf die Burg Die Simulation kann in etwa dem 16. Jahrhundert, der Zeit der Renaissance zugeordnet werden, sagte Lindekamm. Er schätzt, dass die Nachbildung zu 80 Prozent realistisch ist.

Heinz Hause, der ehemalige Vorsitzender der Burgberggemeinde, kennt sich mit der Geschichte der Hohenburg bestens aus und lieferte die Texte. Er steuerte auch einige Fotos bei, die in die Computersimulation eingebaut wurden. (zty) HINTERGRUND LINKS

Quelle: HNA

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