B.Braun-Vorstandsvorsitzender sprach beim Neujahrsempfang der CDU

Neujahrsempfang der CDU: von links Inge Mathes (stellvertretende Fraktionsvorsitzende), Lars Kühn (stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender), Stadtverbandsvorsitzender Reinhold Thiemann, Stadträtin Barbara Braun-Lüdicke, Dr. Karl Wetekam, der für 40 Jahre in der CDU geehrt wurde, und Gastredner Dr. Heinz-Walter Große (Vorstandsvorsitzender B. Braun). Foto:  Müller-Neumann

Melsungen. Traditionell zu Beginn eines neuen Jahres lädt die Melsunger CDU Mitglieder und Freunde in die Stadthalle ein. Als Hauptredner des Sonntagnachmittages war Dr. Heinz-Walter Große gekommen.

Der Vorstandsvorsitzende der B.Braun Melsungen AG sprach über Tugenden im Unternehmen und erwies sich 40 Minuten lang als überaus unterhaltsamer Redner.

Große trägt Verantwortung für 44 000 Braunianer weltweit und nannte als Maxime: Den anderen so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Verantwortung bedeute aber auch, Verantwortung für 40 000 Produkte, die B. Braun vertreibt und überwiegend selbst herstellt.

Dazu gehört auch, dass Vorgesetzte berechenbar und dass die Abläufe im Unternehmen transparent sind. „Das erleichtert die Kommunikation und macht bewusst, warum das Unternehmen weiter Gewinne erzielen muss“, so Große.

Das Familien-Aktien-Unternehmen veröffentlicht seit 40 Jahren den Geschäftsbericht. Für die Kategorie Sprache gab es dafür vergangenes Jahr bundesweit den 1. Platz. „Das fand ich für Nordhessen schon recht erstaunlich“, sagte der Vorstandsvorsitzende mit einem verschmitzten Lächeln angesichts der Nordhessen im Saal.

Bei B. Braun trage nicht einer die Verantwortung, sie ruhe auf vielen Schultern. 120 bis 150 Führungskräfte gehörten zur ersten Ebene, unternehmensweit seien es 500. Und die Frage eines jüngeren Mitarbeiters, wie er denn Karriere machen könne, beantworte er stets so: „Streichen Sie das Wort Karriere aus ihrem Vokabular, seien Sie bereit, Verantwortung zu übernehmen, dann stimmt auch das Gehalt.“

Ein rhetorischer Ausflug nach Indien, da B.Braun in Asien einen großen Wachstumsmarkt sieht, gehörte zur Rede ebenso, wie der Hinweis auf die Rente mit 67 Jahren. Um ältere Menschen zu entlasten, können Mitarbeiter ab 60 auf eine halbe Stelle reduzieren, bekommen aber 80 Prozent des Lohns. Und wenn es die Auftragslage erfordere, dann würden sie vorübergehend mehr arbeiten. Das sei besser als das bisherige Altersteilzeitmodell, so Dr. Große. (bmn)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare