Wettesingen leuchtet: Stimmungsvolles Fest auf Straßen und in Höfen

Begegnung im Kerzenlicht

Die Hitkids: Auch die Jüngsten sorgten dafür, dass das adventliche Lichterfest in Wettesingen ein Erfolg wurde. Fotos: Binienda-Beer

Wettesingen. Mit der zweiten brennenden Kerze auf dem Adventskranz haben es die Wettesinger am vergangenen Sonntag nicht bewenden lassen. Mehr als 600 Flammen in Windlichtern verwandelten bei Einbruch der Dunkelheit das Herzstück des Dorfes, die Untere Straße, außerdem den Zugang zur Kirche, den Platz vor dem Haus der Begegnung und etliche private Höfe in ein stimmungsvolles Lichtermeer. Feuerkörbe im Verlauf der für den Autoverkehr gesperrten Unteren Straße sorgten zusätzlich für eine Wohlfühlatmosphäre im Freien. Mit ihrer Einladung unter dem Motto „Wettesingen leuchtet“, der ersten Veranstaltung dieser Art, hatten Kirchenvorstand und örtliche Vereine nicht zu viel versprochen.

Unentwegt bummelten Menschen zwischen Hold-Henners-Hus an einem Ende und dem Gemeindehaus am anderen, folgten den Lichterspuren und machten dabei stimmungsvolle Entdeckungen. In liebevoll illuminierten Garagen und Scheunen gab es, wie auch auf der Unteren Straße selbst, Leckeres zu essen und zu trinken, Schönes zu bestaunen und manches zu erwerben. Als Attraktion erwies sich eine Krippenausstellung auf Müllers Hof, wo weit mehr als ein Dutzend Lieblingskrippen aus Wettesinger Familien bewundernde Blicke auf sich zogen.

Menschen zusammenbringen

Bei Kerzenschein, Glühwein- und anderen Genüssen kamen sich in der Stimmung dieses außergewöhnlichen Adventssonntagabends selbst Fremde näher. Genauso wie es sich die Initiatorin des adventlichen Lichterfestes, Kirchenvorstandsmitglied Marlies Rappe, erhofft hatte. Von ihrer Idee ließen sich der gesamte Kirchenvorstand und dann auch sämtliche örtliche Vereine, der Kindergarten und Privatleute anstecken. Menschen zusammenzubringen in einer stillen adventlichen Stimmung, ohne viel Tamtam und ohne vorherrschenden Verkaufsgedanken, sei das Ziel gewesen, sagt Marlies Rappe.

Wochenlang hatten die Wettesinger Keller und Dachböden durchstöbert, um Hunderte Weck-Gläser heranzuschaffen und von den Organisatoren als Windlichter dekorieren zu lassen.

Dem abendlichen Beisammensein im Kerzen- und Feuerschein war ein mit mehr als 200 Menschen überaus gut besuchter, vom Gesangverein Concordia musikalisch umrahmter Gottesdienst vorausgegangen. Der Posaunenchor spielte auf der Unteren Straße. Im Gemeindehaus stellten ortsansässige Hobbykünstler aus, der Kinder- und der Gospelchor sangen. Für Begeisterung sorgte der Sketch „Hilfe, die Herdmanns kommen“ mit Sabine Kötting und dem Kirchenvorstand.

Das Echo auf „Wettesingen leuchtet“ fiel überwältigend aus. Marlies Rappe: „Wiederholung nicht ausgeschlossen.“

Von Dorina Binienda-Beer

Quelle: HNA

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