Zu Besuch bei einem Erdbeerbauern

Die Erdbeersaison im Schwalm-Eder-Kreis hat begonnen 

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Gemeinsam auf dem Feld: Gustav (von links) und Leopold Kaiser sind mit ihrer Oma Herta Horbusch aus Beiseförth gekommen. Die Großmutter friert viele Erdbeeren ein, um immer frische Marmelade daraus zu kochen. 

Adelshausen. Seit drei Jahren bietet Peter Brandau in Adelshausen Erdbeeren zum selbst pflücken an. 

Das Erdbeerfeld am Ortseingang von Adelshausen ist ein Dickicht aus dunklem Grün. Ein Blick unter die Blätter verrät: Hier wachsen Erdbeeren, knallrot und rund.

Seit drei Jahren gibt es das Selbstpflücker-Feld. „Die Kunden kommen jeden Tag, um frische Erdbeeren zu haben“, sagt der Bauer, „frische Früchte sind durch nichts zu ersetzen.“ Er bereitet auch Erdbeerschalen für Kunden vor, die nicht selber pflücken wollen, und liefert seine Ware an Restaurants und Cafés in der Region. 

Der Start in die Saison sei in diesem Jahr schwierig gewesen: Der Mai war außergewöhnlich trocken. Erdbeerpflanzen brauchen viel Wasser und Sonne, vertragen aber keine Hitze. Brandes musste die Pflanzen bewässern. 

„Es ist schön, wenn Eltern mit ihren Kindern kommen, um ihnen zu zeigen, wo Lebensmittel herkommen“, sagt der Landwirt. Manche Kinder kämen mit erdbeerverschmiertem Gesicht vom Feld. Die Früchte könnten bedenkenlos genascht werden.

Freuen sich über das Erdbeerfeld vor der Haustür: Katharina Anscheit und Tochter Nele aus Adelshausen.

Mit seinen Kunden kommt Brandau immer wieder ins Gespräch. Besonders auf das Thema Bio-Anbau werde er oft angesprochen. Zur Information für seine Kunden hat er ein Schild am Feld platziert, auf dem er seinen Umgang mit den Pflanzen erklärt. Pestizide und Herbizide kämen nicht zum Einsatz. Ein Mineraldünger sorge dafür, dass die Pflanzen mit dem richtigen Maß an Nährstoffen versorgt werden. Dieses Produkt sei von Bioland zugelassen, betont Brandau. 

Auf dem Feld wird auch schon über die Verarbeitung gesprochen. Manche Kunden pflücken vormittags Erdbeeren und bringen am Nachmittag selbstgemachtes Erdbeereis oder Getränke vorbei, berichtet die Frau des Landwirts, Sabine Brandau. Sie verarbeitet die Früchte gerne zu Torten, Eis, Shakes oder Erdbeermark. Eine Kundin habe ihr den Tipp gegeben, Erdbeeren mit grünem Pfeffer zu Gegrilltem zu servieren. 

Für die Aufbewahrung gibt ihr Mann Tipps:

  • Erdbeeren verlieren ihren Geschmack wenn sie Hitze zu lange ausgesetzt sind.
  • Vor dem Verzehr sollten sie gekühlt werden.
  • Eine zu lange Kühlung im Kühlschrank kann das Aroma entziehen – ein kalter Lagerraum ist oft die bessere Lösung.

Wo in der Region Sie sonst noch Erdbeeren pflücken können, lesen Sie in unserer Übersicht über die Erdbeerfelder

Quelle: HNA

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