Hephata-Diakonie unterstützt neues Projekt in Rumänien – Noch einmal Päckchen

Behindertenhilfe im Blick

Bekommen noch einmal Weihnachtspäckchen: Die Kinder und Jugendliche in Rumänien freuen sich regelmäßig auf Hilfe aus Deutschland. Foto: privat

Schwalmstadt. Der Arbeitskreis Rumänienhilfe der Hephata Diakonie hat sich dazu entschieden, ein neues Hilfsprojekt zu unterstützen und dafür um Spenden zu bitten.

Mit dem Projekt werden ambulante Wohnstrukturen für Menschen mit Behinderungen geschaffen. Träger des Projekts ist der Freundeskreis Johannes Falk Rumänien. Der gemeinnützige Verein hat im vorigen Jahr in der 30 000-Einwohner-Stadt Ineu ein Integrationszentrum eröffnet, das dringend auf finanzielle Hilfe angewiesen ist. Für das bisherige Rumänien-Projekt Hephatas - ein Kinderheim in Ilisua - wird es in diesem Jahr noch einmal eine Weihnachtspäckchen-Aktion geben. Die Hilfe des Johannes-Falk-Vereins wird federführend über die Diakonie Westthüringen organisiert, die Teil der Diakonissenhaus-Stiftung Eisenach ist. Vor Ort in Rumänien leitet ein Diakon das Hilfsprojekt. Ziel ist es, die Integration von Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen.

„Hephata hat mit dieser Arbeit in Deutschland viel Erfahrung, die wir nun zur Unterstützung des Projekts in Rumänien einbringen möchten“, so Hephata-Direktorin Barbara Eschen. Deswegen steige Hephata zum neuen Jahr in das Projekt ein.

Das Projekt unterhält zwei Angebote: In den vergangenen fünf Jahren hat der Johannes-Falk-Verein ein betreutes Wohnen für zwölf Menschen mit geistigen Behinderungen aufgebaut. Behindertenhilfe in Rumänien beschränkt sich oftmals noch auf die Pflege und Verwahrung von Menschen. Außerdem ist das Integrationszentrum Johannes Falk eröffnet worden. In den Bereichen Manufaktur, Näherei, Garten und Lernküche kommen täglich Menschen mit Behinderungen zusammen und werden gefördert. Vorrangiges Ziel ist es, die behinderten Menschen und ihre Familien aus der sozialen Isolation herauszuholen und auf eine Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Das Kinderheim in Ilisua soll dieses Jahr zu Weihnachten noch einmal Päckchen mit Geschenken für die Jungen und Mädchen erhalten. Neben dem Transport der Weihnachtspäckchen haben Inge und Heinz Thiel seit 1993 die Hephata-Rumänienhilfe für das bisherige Projekt in Ilisua maßgeblich organisiert.

Undichte Dächer

„Als wir angefangen haben, hatten die Kinder nicht genügend Kleidung, die Häuser hatten keine Heizung, die Dächer waren undicht. Es hat an allem gefehlt“, erinnert sich Heinz Thiel. Er und seine Frau haben sich dafür eingesetzt, dass die Kinder mit Kleidungs- und anderen Sachspenden versorgt wurden, dass mit Geldspenden unter anderem die Dächer von allen drei Gebäuden des Kinderheimes neu gedeckt, ein Wohnhaus für 40 Kinder grundlegend renoviert sowie eine Krankenstation neu gebaut wurde.

Die Aufbauarbeit des Treysaer Ehepaares Ingrid und Heinz Thiel für das Kinderheim sei für Hephata jetzt abgeschlossen, sagt Eschen: „Wir hoffen, dass die zahlreichen Unterstützer der Rumänienhilfe auch das neue Projekt intensiv unterstützen.“(red)

Quelle: HNA

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