Wiesner und Momberg aus Harle werden 50, sind aber keine Zwillinge

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Zwei Schwestern und ihre Mutter: von links Marion Wiesner, Anni Becker und Beate Momberg. Beide Schwestern werden in diesem Jahr 50, Marion Wiesner am heutigen Tag.

Harle. Zwei Schwestern, beide werden in diesem Jahr 50, aber sie sind keine Zwillinge. Was wie ein Rätsel klingt, ist die Geschichte von Marion Wiesner und Beate Momberg aus Harle.

Die ältere, Marion Wiesner, wird am Donnerstag 50 Jahre alt. Ihre Schwester Beate Momberg macht das halbe Jahrhundert am 23. Dezember voll.

„Ich habe immer gedacht, ich kriege nur zwei Kinder“, erzählt die 77-jährige Anni Becker. Und dann wurden es insgesamt vier: drei Töchter und ein Sohn. Eine Belastung sei der kurze Abstand zwischen den beiden Geburten im Jahr 1964 nicht gewesen, sagt Becker. Eine Nachbarin habe als erste gewusst, dass noch ein weiteres Kind auf dem Weg war.

Die Schwestern Marion und Beate nutzten die ungewöhnliche Kombination der Geburtsdaten für so manchen Scherz. Wenn sie erzählten, dass sie im selben Jahr Geburtstag hatten, erwähnten sie gerne, dass eine im Dezember und eine im Januar geboren wurde. Wenn man es so erzählt, gibt es dem Zuhörer noch mehr Rätsel auf.

Vor der Schluckimpfung wollte sich Beate, die Jüngere, drücken. Also nahm Marion die Impfung doppelt; eingetragen wurde es aber in beide Impfpässe. Beate, die jüngere Schwester war auch die, die sich auf Fotos eher in den Vordergrund schob, während Marion als zurückhaltender gilt.

Beate war es, die ihre Schwester pünktlich um 21 Uhr auf den Nachhauseweg schickte, wenn beide im Harler Jugendclub waren – sie selbst erlaubte sich einfach eine halbe Stunde mehr.

Beide Schwestern waren verheiratet, die eine ist es zum zweiten Mal, die andere ist getrennt. Beide haben Töchter; Marion Wiesner zwei und Beate Momberg eine. Beruflich sind sie getrennte Wege gegangen. Beate Momberg ist Verkäuferin für Dessous im Ratio, sie genießt den Kontakt mit den Kunden: „Ich muss immer mit Menschen quatschen.“

Marion Wiesner hat sich schon immer für Medizin interessiert und arbeitet als Chefarztsekretärin in Kassel. Diese Arbeit mache ihr immer wieder deutlich, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, den 50. Geburtstag zu erleben. „Es ist geborgte Zeit“, sagt sie.

Doch heute wird erstmal gefeiert, mit vielen Gästen. Und im Dezember nochmal. Dabei wird sicher auch auf die „tolle Kindheit“ geblickt, wie die Schwestern erzählen. Mutter Anni Becker sagt: „Ich konnte ihnen nicht mehr mitgeben als eine gute Schulbildung.“ Und Beate Momberg ergänzt: „Und viel Liebe.“

Quelle: HNA

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