Beim Fahren darf getanzt werden: Partybus kommt aus Knüllwald

Sie sorgen für gute Laune während der Fahrt: Markus Rode und Olaf Mietzner fahren mit dem Partybus-Hessen durchs Land. Foto: Ebert

Remsfeld. Wer glaubt, dass Discokugeln, laute Musik und eine Tanzfläche ausschließlich in Diskotheken gehören, der irrt: Getanzt und gefeiert werden darf jetzt auch auf Rädern - im Partybus-Hessen, dem etwas anderen Linienbus.

Das Unternehmen LouMa-Reisen bietet für Junggesellenabschiede, Geburtstagsfeiern und Jubiläen Fahrten mit dem Bus an.

Die Idee vom rollenden Vergnügen entstand während eines Junggesellenabschieds, als sich die Gäste im Reisebus lautere Musik, alkoholische Getränke und mehr Feierlaune wünschten. Der Busfahrer Olaf Mietzner und sein Chef Markus Rode haben daraufhin das Projekt „Partybus-Hessen“ ins Leben gerufen.

Im März 2014 ergatterten sie einen Schweizer Linienbus, tüftelten dann ein dreiviertel Jahr an ihrem Projekt und setzten letztlich die Idee in die Tat um.

„Unser Partybus ist das einzige Exemplar in Hessen und glänzt mit seiner Größe und seinem Komfort“, behauptet der Unternehmer Markus Rode stolz. „Mit einer Länge von 19 Metern ist unser Bus einer der größten Partybusse in Deutschland“. In dem Bus, der von außen fast wie ein gewöhnlicher Linienbus aussieht, muss man sich nicht anschnallen. Stattdessen kann gefeiert, getrunken und getanzt werden. Wer dabei nicht beobachtet werden will, kann Vorhänge zuziehen.

Neun Monate des Umbaus 

Neben einer bequemen Lounge zum Sitzen, einer Lichteffektanlage und einer Cocktailbar haben Markus Rode und Olaf Mietzner an viele weitere Details gedacht. So wurde in dem Partybus auch eine Toilette, eine Handyladestation und eine Tanzfläche eingebaut. Dort und an den Tischen sind Griffe angebracht - für den sicheren Stand.

Die Skigymnastikgruppe des Sportvereins Remsfeld hat den Bus und die „Party on tour“ bereits getestet: „Unsere Gruppe ist total begeistert von dem Partybus. Uns gefällt besonders die Vielfalt an Getränken im Bus“, sagt Anna-Lena Bickhard, die Übungsleiterin der Gruppe. Für die Sportler ging es vom Feiern direkt zum Feiern. Mit dem Bus sind sie von Remsfeld nach Nieste zur Königs-Alm gefahren. Für die Hin- und Rückfahrt musste die Gruppe von 28 Teilnehmern 250 Euro zahlen. Das habe sich laut der Organisatorin gelohnt. Die laute Musik und die Tanzfläche im Bus seien Angebote, die die Fahrt zu einem stimmungsvollen Erlebnis gemacht hätten.

Tanzen und Cocktails trinken 

Und so läuft die Busfahrt ab: Die Gäste werden am gewünschten Ort abgeholt und müssen während der Fahrt nicht sitzen. Sie können feiern. Eine Bedienung bietet währenddessen Fassbier, Cocktails, Softdrinks oder Kaffee an. Zusätzlich können die Fahrgäste via Bluetooth die Musikstation selbst bedienen und ihren Partymix abspielen.

Der Bus ist übrigens gemächlich unterwegs, betonten Rode und Mietzner. Daher werden nur Fahrten im Umkreis von 100 Kilometern angeboten. Schließlich fährt der ehemalige Linienbus maximal 80 Stundenkilometer. 38 Gäste kann das Spaßmobil auf einer Fahrt mitnehmen.

Die Kosten für eine Fahrt seien individuell und abhängig von der Kilometerzahl, der Dauer und den genutzten Angeboten.

• Weitere Informationen: www.partybus-hessen.de. Das Unternehmen ist auch bei Facebook unter „Partybus-Hessen“ zu finden.

Von Svenja Ebert

Quelle: HNA

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