Das Feuerwehrgelände in Gensungen soll für 590 000 Euro weiterentwickelt werden

Bekenntnis zum Standort

Felsberg. Die Stadt Felsberg entwickelt das bestehende Feuerwehrgelände in Gensungen weiter. Die dafür erforderlichen An- und Umbauten kosten voraussichtlich 590 000 Euro. Das entschieden die Felsberger Stadtverordneten mehrheitlich am Donnerstagabend nach einer kontroversen Diskussion.

Die Redebeiträge drehten sich insbesondere um die Frage, ob das bestehende Gensunger Gelände auch künftig noch allen Feuerwehrbelangen gerecht werden kann oder ob Hemmnisse wie unverkäufliche Grundstücke die Entwicklung beschränken und deshalb die Suche nach einem anderen Standort angezeigt ist.

Hintergrund: Der Feuerwehrtechnische Prüfdienst hatte schon vor längerer Zeit Mängel festgestellt, beispielsweise gibt es im Gensunger Feuerwehrhaus keine getrennten Umkleideräume für Männer und Frauen.

Bernd Steller (SPD) sprach sich für ein Festhalten am Standort aus. Dort könnten notwendige Lösungen kurzfristig umgesetzt werden. Dabei berücksichtigte die vorliegende Bauvariante die meisten Belange der Wehr, die in weitere Planungen eingebunden werden solle. Gleichwohl gebe es auf dem Gelände nur wenige Parkplätze, und der Ankauf eines Gebäudes sei noch nicht gelungen. Stellers Fraktionskollegin Heidi Folwerk argumentierte, das Parlament habe sich bereits im vergangenen Jahr nach langen Diskussionen auf den Standort festgelegt. Daran solle nicht gerüttelt werden.

Schüte: Beratungsbedarf

Angesichts der Kosten für den An- und Umbau müsse man nach den Perspektiven des Standorts fragen, meinte Dr. Michael Schüte (CDU). Dabei gebe es noch Beratungsbedarf. Mit dem Beschluss und einem Anbau lege man sich dagegen fest. Schüte: „Wir haben dann keine anderen Möglichkeiten mehr.“

„Sie wollen auf dem Gelände weiterbauen ohne die Perspektive, Land zu erwerben“, sagte Wolfgang Eitel (DFB-Fraktion) und nannte das Vorhaben ein Abenteuer. Dabei sei es möglich, Alternativstandorte zu entwickeln.

Gelände zu klein

Auch Peter Hammerschmidt (Grüne) machte sich für eine Prüfung von Alternativstandorten stark. Das bestehende Gelände sei schon immer zu klein gewesen und eigne sich womöglich für eine Seniorenwohnanlage.

Bürgermeister Volker Steinmetz setzte sich für die Entwicklung des bestehenden Geländes ein. Man müsse die Stadtentwicklung nach innen vorantreiben und dürfe die Infrastruktur nicht nach außen ausweiten. Das sei nicht so einfach umzusetzen wie ein Vorhaben auf der grünen Wiese. Am Standort habe man bereits ein Grundstück aufgekauft und auch Entwicklungsperspektiven, beispielsweise in Richtung des dortigen Möbelhauses Assmann. (lgr)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare