Geld aus Schulumbau könnte genutzt werden

Bekommt Melsungen eine neue Jugendherberge?

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Kein Objekt der Begierde: Die Asklepiosklinik in Melsungen versprüht nur wenig Charme. An ihrer Stelle könnte eine Jugendherberge entstehen. Die Stadt erhält das Grundstück im Tausch. Archivfoto:  Paul

Melsungen. Es könnte die Überraschung im Zusammenhang mit dem Klinikneubau in Melsungen werden: Professor Dr. h.c. Ludwig Georg Braun stellte die Möglichkeit in den Raum, dass am alten Klinikstandort an der Kasseler Straße eine Jugendherberge entstehen könnte.

Im Stadtentwicklungsausschuss deutete Braun, der Vorsitzender des Ausschusses ist, an, dass das nicht verwendete Geld aus dem geplanten Schulumbau in das Projekt Jugendherberge fließen könnte.

Eine neue Jugendherberge wünschen sich viele Melsunger seit der Schließung sehnlichst zurück. Nach dem Aus im April 2012 waren unter anderem die Übernachtungszahlen in der Bartenwetzerstadt stark zurückgegangen. Auch die Fraktionen im Stadtparlament sprachen sich für den Erhalt oder einen Neubau aus.

An den Hang gebaut: So sieht der Baukörper der neuen Klinik an der Kasseler Straße in Melsungen aus.

Als mögliche neue Standorte waren unter anderem die alte Brauerei, das MT-Vereinsheim und ein Grundstück am Sand im Gespräch.

Das Deutsche Jugendherbergswerk hatte damals signalisiert, einen Neubau zu betreiben. Die nötige Sanierung des alten Gebäudes hätte sich nicht gerechnet. Ein Grundstückstausch würde das Vorhaben möglichmachen. Die Stadtverordneten werden am Donnerstag darüber zu entscheiden haben, ob die Asklepiosklinik das Grundstück alte Brauerei erhält und die Stadt ihrerseits dafür die Fläche des bisherigen Krankenhauses.

Geld soll bei dem Tausch nicht fließen. Die Stadt würde zwar ein größeres Grundstück erhalten, hätte aber deutlich höhere Kosten für den Abriss zu stemmen. Melsungen könnte also das Grundstück für einen Jugendherbergsneubau zur Verfügung stellen oder Grundstück plus Gebäude für einen Umbau.

 

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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