Umfrage: Wie gefällt Ihnen die Illuminierung?

Beleuchtung der Bartenwetzerbrücke: Top oder Flop?

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Gut eingefangen: Dass unser Fotograf Gerhard Schmoll die beleuchtete Bartenwetzerbrücke hier so stimmungsvoll einfangen konnte, liegt an der Langzeitbelichtung, die die Kamera ermöglicht. Mit bloßem Auge ist die Brücke in einer solchen Ausleuchtung nicht zu sehen.

Melsungen. Fast drei Wochen ist es nun her, als die Beleuchtung der Bartenwetzerbrücke in Melsungen zum ersten Mal eingeschaltet wurde. Viele Melsunger freuen sich zwar über die Beleuchtung, aber es gibt auch Kritik.

Einige kritisieren unter anderem, dass das Licht zu hell und zu kühl sei und die Architektur der Brücke bei Dunkelheit nun gar nicht mehr richtig zur Geltung komme. Die Lampen seien viel zu deutlich sichtbar und würden beim Vorbeigehen blenden, lautet die Kritik.

„Ich denke, ob einem die Beleuchtung gefällt oder nicht, ist Geschmackssache“, sagt Heinrich Ostheim vom Heimat- und Verschönerungsverein. Bei der Beleuchtung handele es sich auch nicht um die Optimallösung, sondern um einen Kompromiss. „Aber von den Möglichkeiten, die zur Auswahl standen, halte ich es nach wie vor für den besten Kompromiss.“

Im Vorfeld seien die Lampen von einem Ausschuss, Gremien der Stadt und den Installateuren ausgesucht worden, sagt Ostheim. „Und dort gab es einige, die wesentlich greller waren.“ Von den Beteiligten habe sich niemand gegen dieses Licht ausgesprochen. „Wir hatten so viele verschiedene Lampen zur Auswahl und haben darauf geachtet, dass die Steine trotz des Lichts ihren natürlichen Farbton behalten.“ Auch für die Verblendung habe es mehrere Vorschläge gegeben. „Manche Verblendungen waren aber so groß, dass sie die Lampen von der Größe her verdreifacht hätten. Und das hätte bei Tageslicht dann auch nicht mehr gut ausgesehen.“ Daher habe man sich für eine Folie entschieden, die direkt auf die Lampe geklebt wurde und das Licht streut.

Die Optik der Beleuchtung hänge allerdings stark vom Standort ab, von dem aus man sie betrachte, sagt Ostheim. „Wenn man von der Schlossbrücke her schaut, dann ist die Beleuchtung optimal.“ Hätte man die Brücke mit außerhalb aufgestellten Leuchten illuminiert, dann hätte die Gefahr bestanden, dass Fußgänger, die die Brücke passieren, von dem Licht geblendet werden.

Die LED-Lampen sind in den Ecken der vorstehenden Brückenteile eingebaut worden. In der Abenddämmerung schalten sich die Lampen automatisch ein und vor Einbrechen der Nacht wieder aus. Das Projekt geht auf Inititative des Heimat- und Verschönerungsvereins zurück. Mehrere Sponsoren machten die Finanzierung möglich.

An den Arbeiten beteiligten sich unter anderem auch Schüler der Radko-Stöckl-Schule sowie B. Braun und Wikus. Beim Martinsmarkt am ersten Novemberwochenende wurde die Beleuchtung zum ersten Mal eingeschaltet.

Die Umfrage ist beendet. Vielen Dank für Ihre Teilnahme! 

Quelle: HNA

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