Neukirchens Forstamtsleiter Norbert Altstädt (53) wechselt zur Landesdirektion

Berater für alle Waldbesitzer

Abschiedrunde: Dominic von Schwertzell, Klaus Wagner, Norbert Miltz, Birger Fey, Martin Wagner, Norbert Altstädt, Karl Weiß, Andreas Schultheis, Jürgen Kaufmann und Klemens Olbrich (von links). Foto: Rose

Neukirchen. Mit Format, Stil und hoher fachlicher Kompetenz lenkte Forstdirektor Norbert Altstädt neun Jahre lang das Forstamt in Neukirchen: Jetzt wechselt der 53-Jährige in die Zentrale des Landesbetriebes Hessen-Forst nach Kassel.

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, erklärte er bei einer kleinen Abschiedsfeier. Die Bürgermeister der umliegenden Kommunen hatten dazu eingeladen, die Forstbetriebsvereinigungen Süd und Nord vertraten Dominic von Schwertzell aus Willingshausen und Karl Weiß aus Homberg.

„Er war der Fels in der Brandung.“

Dominic von Schwertzell

Neukirchens Bürgermeister Klemens Olbrich war voll des Lobes: „Lieber Norbert, du warst menschlich wie fachlich brillant.“ Stets bewundert habe er Altstädts Omnipräsenz und die Gabe, mit den Leuten umzugehen. „Egal ob Privat- oder Kommunalwald – man fühlte sich in besonderem Maße betreut“, sagte Olbrich und verband damit einen Wunsch: „Wir hoffen, dass das Forstamt Neukirchen nicht zwischen Melsungen und Jesberg zermahlen wird.“

Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Kaufmann hob hervor, dass Altstädt klar gemacht habe, dass Wald gleichermaßen gesellschaftliches Gut und wirtschaftlichen Wert darstelle.

Waidmesser als Geschenk

Als Förster und Jäger war es deshalb auch Kaufmann überlassen worden, ein passendes Geschenk zu besorgen – ein Waidmesser. Karl Weiß erinnerte noch einmal an die Anfänge Altstädts: „Es war Neuland und für uns nicht einfach, als das Forstamt in Homberg geschlossen wurde“, erklärte er. Altstädt habe es jedoch einfach gemacht: „Wir haben schnell und vertrauensvoll zusammen gefunden.“ Dominic von Schwertzell bestätigte: „Er war der Fels in der Brandung.“

In und um Neukirchen habe Altstädt seine Spuren hinterlassen, erklärte Olbrich. „Er kam, sah und siegte.“ Norbert Altstädt habe Lösungen gefunden, er habe „alles repariert, was krumpelig war“.

Noch dankbarer

Altstädt selbst war sichtlich berührt: „Ihre Worte machen mich dankbarer als ich ohnehin schon bin“, sagte der Westfale. Er habe stets den Anspruch gehabt, allen Waldbesitzer auf Augenhöhe gegenüber zu stehen. „Ich bin am besten bezahlt worden, ich habe auch das meiste zu bringen“, erklärte er sein Selbstverständnis. Fortbildung sei deshalb „tägliche Daueraufgabe“. Aber ohne die loyale Zuarbeit der Kollegen wäre das nicht geglückt.

Er habe sich in Neukirchen sofort angenommen gefühlt, sagte Altstädt: „Mit dem Umzug habe ich deshalb keine große Eile“, erklärte Alstädt. „Ich sage nicht lebt wohl, ich sage auf Wiedersehen – und ein angerührtes und bewegtes Dankeschön.“

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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