Kommentar

Beraterhonorare für die EAM-Übernahme: Der Unmut ist müßig

Anne Quehl

Schwalm. Über 460 Mio. Euro - so viel bezahlen nord- und mittelhessische Kommunen für knapp 50 Prozent der Anteile an der rekommunalisierten "Energie aus der Mitte" (EAM). Sauer ist mancher über die üppigen Beraterhonorare, die obendrauf kommen. Ein Kommentar von Anne Quehl.

Überaus smart zeigte sich der beauftragte Jurist aus dem Münchner Beraterunternehmen. Eine Art Makler zwischen dem Energiekonzern Eon und weiten Teilen der Region Nord- und Mittelhessen.

Doch die Musik bestellt haben nicht die Bosse, sondern die Kreise beziehungsweise die Kommunen. Und die müssen auch die Münchner Finanzspezialisten bezahlen.

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Daran entzündet sich ein verständlicher, doch müßiger Unmut. Die Region soll und will unternehmerisch Geld verdienen, das funktioniert nicht ohne Steuerjonglage am Hochreck, die nur von hochgradigen Spezialisten beherrscht wird. Ihr Geschäft präzise verstehen zu wollen, ist wohl schlicht ausgeschlossen. Letztlich geht es um eine Art Vertrauensvorschuss in die Verheißung, in mehr als 20 Jahren mit den Anteilen Geld zu verdienen. Und wie das bei jedem Geschäft so ist: Das bombensicherste kann wanken.

Die Zauderer werden garantiert nichts verlieren - aber auch nichts gewinnen.

Quelle: HNA

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