Sein Ziel ist die Spitze der Verwaltung

Bereit für nächsten Schritt: Claus Steinmetz will Bürgermeister werden

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Sein Lieblingsplatz: Wenn Claus Steinmetz abschalten möchte, zieht es ihn in die Unshäuser Heide. Dort genießt er den Ausblick auf Wabern.

Unshausen. Die Waberner sind am Sonntag, 14. Juni, aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Amtsinhaber Günter Jung (SPD) tritt nicht mehr an.

Drei Kandidaten wollen ins Waberner Rathaus einziehen: Kristian Ewald, Manfred Schäfer und Claus Steinmetz. Wir stellen die Kandidaten nacheinander vor.

„Ich werde kein neuer Mensch sein“, sagt Claus Steinmetz und lacht. Auch wenn aus dem Hauptamtsleiter der Bürgermeister würde, wäre er immer noch eines: der Mensch Claus Steinmetz. Seit 19 Jahren ist Steinmetz Hauptamtsleiter der Gemeinde Wabern. Es ist ein Job, in dem er viel mitgestaltet.

Jetzt möchte der Unshäuser einen Schritt weitergehen. „Ich möchte Wabern Perspektiven aufzeigen“, sagt der zweifache Familienvater. Die Ausgangslage dafür sei gut.

„Wir haben in den vergangenen 20 Jahren gut gearbeitet“, ist sich der Kandidat sicher und nennt Beispiele: die Einführung der Niederschlagswasser-Abgabe und die Umstellung der Buchführung von der Kameralistik auf die Doppik. Die Verwaltung sei in beiden Fällen früh dran gewesen, habe vom Wissen der Mitarbeiter profitiert. Diesen Weg möchte Steinmetz weitergehen.

Er tritt zwar für die SPD an, ist aber kein Parteimitglied. „Ich brauche kein Parteibuch“, erklärt er. Der Verwaltungsmitarbeiter möchte für alle ansprechbar sein: „Das ist mein Auftrag.“ Überhaupt ist ihm die Kommunikation sehr wichtig. „Da müssen wir mehr machen“, räumt er ein.

Der 51-Jährige will für Wabern werben. Einer der ersten Wege als Bürgermeister würde ihn zur IHK und zum Regionalmanagement nach Kassel führen. „Wir liegen wunderbar, haben eine gute Infrastruktur“, betont der Kandidat. Mit diesen Pfunden möchte Steinmetz wuchern. Unternehmen sollen nach Wabern gelockt werden. Auch dem Leerstand möchte er entgegenwirken, etwa mit alternativen Wohnprojekten. „Da könnten wir mit der Uni Kassel zusammenarbeiten und etwas entwickeln“, schwebt Steinmetz vor und nennt als Beispiel das Bahnhofsviertel.

Claus Steinmetz bezeichnet sich selbst als zupackend. „Ich stamme aus der Landwirtschaft. Dort habe ich gelernt zu arbeiten.“ Anpacken, umsetzen, machen. Der Bürgermeister ist für ihn mehr als ein Moderator und Manager. Er sei jemand, der „im Rathaus seinen Job machen muss.“

Steinmetz liest viel. Auch die alten Schinken, die Klassiker. Schiller zeige ihm immer wieder, dass „man auch Pflichten hat, dass man sich den Aufgaben stellen muss.“ Von Erich Kästner stammt Steinmetz’ Leitspruch: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“

Gutes tun, auch das liegt dem Unshäuser am Herzen. Seit 33 Jahren ist Steinmetz bei der Feuerwehr, steht er an deren Spitze. Es freue ihn, wenn er Menschen helfen kann. „Dieses Gefühl trägt einen tagelang. Da braucht man keinen Orden und keine Auszeichnung.“ Als Bürgermeister müsste Steinmetz die Leitung der Wehr abgeben. „Es würde mir schwerfallen, an der Einsatzstelle nicht einzugreifen. Aber ich weiß, dass wir noch andere gute Leute haben.“

Zur Person

Claus Steinmetz (51) ist in Unshausen aufgewachsen. Nach dem Abitur an der Theodor-Heuss-Schule in Homberg hat er beim Landkreis eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert. Es folgte ein Fachhochschulstudium zum Diplom-Verwaltungswirt. Seit 1994 arbeitet Steinmetz bei der Gemeinde Wabern. Zu seinen Hobbys zählen Städtereisen mit der Familie und Motorrradtouren. Steinmetz ist verheiratet und hat zwei Töchter (20 und 15 Jahre).

Quelle: HNA

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