Nordhessen ist absolut sein Ding

Bernd Hollatz übernahm Pfarrstelle in Jesberg und hofft auf Kontinuität

+
Vor seiner neuen Wirkstätte: Pfarrer Bernd Hollatz hat seit Beginn dieses Jahres das Pfarramt in Jesberg übernommen.

Jesberg. Das soll jetzt der letzte Umzug sein: Pfarrer Bernd Hollatz hat es sich nun im Pfarrhaus neben der Jesberger Kirche gemütlich eingerichtet und wirkt entspannt. Er kennt seine neue Gemeinde schon seit einem halben Jahr.

In dieser Zeit vertrat er Michael Dieling, der im Sommer die Jesberger Gemeinde verließ. Hollatz ist seit Januar dort offiziell der neue Pfarrer.

Das ist nun die fünfte Station im Leben des 52-Jährigen und er hofft, dass dies möglichst lang so bleibt. „Ein bisschen Konstanz könnte die nächsten Jahre schon eintreten“, meint er. Um das zu unterstreichen, hat er seiner neuen Gemeinde schon erklärt, dass er nun die nächsten 15 Jahre bleiben wird. Denn so lange dauert es noch bis zu seiner Pensionierung. Aber das könne man sich nur wünschen. Wie es wird, das wisse man ja trotzdem nie. Der demografische Wandel hinterlasse Spuren, auch in der Kirche, da müsse auch der Pfarrer flexibel bleiben.

Hollatz ist in Homberg aufgewachsen, besuchte dort das Gymnasium und studierte später in Marburg Theologie. Nach dem Vikariat in Immenhausen war er unter anderem in Eiterfeld und Trendelburg und zuletzt, ganz in der Nähe, in Ahlheim tätig. Auch im Fritzlarer Geismar übernahm er Vertretung. Das Nordhessische ist sein Ding. Gefallen tut es ihm daher so richtig gut in Jesberg. „Die Leute sind so engagiert“, sagt er. Das sei nicht selbstverständlich. Er lobt das Engagement der Kirchenmusiker und Chöre.

Die Renovierungen der kleineren Kirchen in den Dörfern seien nahezu abgeschlossen, nur die Jesberger Kirche könnte eine Innensanierung gebrauchen, meint er. Deshalb könne er sich nun auf seine gestalterische Arbeit konzentrieren, inhaltlich arbeiten und kirchliches Leben fördern. Eine der Aufgaben sieht er neben der Vereinheitlichung der Liturgie in den Gemeinden im neuen Nachbarschaftsprojekt „Miteinander-Füreinander“, bei dem sich auch die Kirche engagiert.

Dazu sollen die Angebote der Kirche flexibler werden. Kindergottesdienste finden nun einmal monatlich am Samstag statt, weil viele Kinder nachmittags noch zur Schule gehen.

In seiner Freizeit spielt der Nordhesse gern Gitarre, im neuen Arbeitszimmer steht ein elektrisches Exemplar, worauf er schon einmal Songs aus der Jugend, den 70er und 80er Jahren, klimpert. Zu dieser Zeit war es auch Mode im Urlaub an den Atlantik zu fahren und die weißen Sandstrände, das raue Klima und die französische Lebensart zu genießen. Das machen der 52-Jährige und seine Frau auch heute noch gerne im Urlaub.

Ein Bild mit einer französischen Kleinstadtkulisse steht zum Aufhängen im neuen Esszimmer bereit. Es soll den Alltag mit den vielen Pfarrer-Pflichten versüßen, bis zum nächsten Urlaub im schönen, großen Frankreich.

Von Christine Thiery 

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare