Drei-Burgen-Schule und Bildungswerk bereiten Siebtklässler auf die Arbeitswelt vor

Auf dem Weg in den Beruf

Stabil oder nicht: Axel Siebert vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft überprüfte die Haltbarkeit der in Gruppenarbeit hergestellten Papierbrücke. Die Schüler der Klasse R7a waren gespannt, ob das Werk die Vorgabe erfüllt. Fotos:  nh

Felsberg. Interessen und Stärken für den späteren Einstieg in die Berufswelt entdecken, aber auch die Schwächen – darum ging es bei einer Veranstaltung der Felsberger Drei-Burgen-Schule zusammen mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft. Jungen und Mädchen der siebten Hauptschul- und, das war neu, der siebten Realschulklassen nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil.

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gut bin“, freute sich eine Schülerin. Aber auch die, die nicht so gut abgeschnitten haben, waren froh über eine Rückmeldung. Sie wissen nun, woran sie in den kommenden Jahren noch arbeiten müssen, um teamfähig, kommunikations- oder konfliktfähig zu werden, berichtet Schulleiter Dr. Dieter Vaupel.

Die erste Gruppenaufgabe bestand darin, eine Brücke gemeinsam aus vorgegebenen Materialien (Papier, Kleber und einem Streifen Tesafilm) in einer festgelegten Zeit zu bauen.

Am zweiten Tag wurden die Schüler zu Eisbären, und es galt zunächst die Eisbärenfamilie über das Eismeer zu bringen. Dabei mussten die Schüler auf den vorgegebenen Papier-Eisschollen bleiben. Dabei, so Vaupel, zeigte sich, ob Schüler noch am eigenen Fortkommen Interesse hatten oder bereit waren, alle Gruppenmitglieder – teils mit verbundenen Augen – sicher ans Ziel zu bringen. Ein in der Gruppe vorbereitetes Job-Interview schloss sich an, dazu standen ein Mitarbeiter von VW-Coaching und eine ehemalige Schülerin, die heute als Einzelhandelskauffrau arbeitet, zur Verfügung. „Für die Schüler war das die erste intensive Konfrontation mit der Berufswelt“, so Vaupel. Wichtige Informationen aus dem Job-Interview wurden dann in Gruppenarbeit in einem Informationsplakat festgehalten.

Die Ergebnisse der Tests und Beobachtungen wurden zusammengetragen und ausgewertet und für jeden Schüler ein Profil erstellt. Zum Schluss gab es eine individuelle Rückmeldung, an der auch zahlreiche Eltern teilnahmen. In 15 Minuten bekamen sie jeweils die Informationen über soziale, persönliche und methodische Fähigkeiten und damit auch Hinweise auf berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Besonders erfreulich, so Vaupel, war das rege Interesse der Eltern, die man an der Felsberger Gesamtschule künftig noch stärker in das Konzept der Berufsorientierung einbeziehen will. (bmn) Hintergrund

Quelle: HNA

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