Die Industrie- und Handelskammer (IHK) weihte ein Berufswahlbüro an der CBS ein

Berufswahlbüro: Berufe direkt in der Schule

Rundgang durch das neue Büro: Lehrerin Pia Schmidt, Kollegin Iris Riemenschneider, Schulleiterin Heidrun Elborg, Lehrer Ralf Lohse, Dr. Gerold Kreuter von der IHK und der Erste Stadtrat Detlef Schwierzeck schauten sich die Ergebnisse der Probierwerkstatt an. Foto: Rose

Ziegenhain. Die Industrie- und Handelskammer Kassel (IHK) hat am Dienstagabend ein Berufswahlbüro in der Carl-Banzer-Schule (CBS) in Ziegenhain eröffnet. Schulleiterin Heidrun Elborg, Dr. Gerold Kreuter von der IHK und Fachlehrer Ralf Lohse stellten das Projekt im Atrium vor.

Ziel ist eine bessere Verknüpfung von Schule und Wirtschaft: „Wir wollen Unternehmen und Bewerber zusammen bringen und den Austausch verstärken“, sagte Elborg.

Die IHK möchte damit den Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung verbessern. Dabei sei dies als zusätzliches Angebot zu den bestehenden, bereits etablierten zu verstehen, verdeutlichte Kreuter. Nach der Erich-Kästner-Schule in Homberg und der Ursulinenschule in Fritzlar ist das Büro in Ziegenhain das dritte im Kreis.

Teams aus Ausbildern und Auszubildenden sollen hier junge Menschen beraten und Praktika vermitteln. „Damit soll im mehrfachen Sinne des Wortes ein Raum geschaffen werden, der von allen, die sich für die Verbesserung der Ausbildungsreife und der Berufsorientierung einsetzen, genutzt werden kann“, sagte Kreuter.

Geplant ist, dass Lehrer, Schüler und Partner aus der Wirtschaft Projektwochen, Betriebserkundungen und Praktika gemeinsam planen. „Entscheidend für den Erfolg des Büros ist, dass sich möglichst viele Akteure wie Arbeitsagentur, Verbände und Unternehmen einbringen, damit eine große Angebotsvielfalt entsteht und das Büro eine Drehscheibe wird“, erklärte Kreuter. Betreut wird das Büro von Seiten der IHK von Georg Thiel. Der Ansprechpartner für das Projekt im Kreis ist Andreas Fischer, Leiter des Servicezentrums Schwalm-Eder der IHK Kassel. Die Agentur für Arbeit Korbach übernimmt die fachliche Partnerschaft des Büros. Wo Büros entstehen, entscheidet der Regionalausschuss Schwalm-Eder.

„Dies alles erfolgt zur Verbesserung der Ausbildungsreife und Vertiefung der Berufsorientierung, auch um dem drohenden Fachkräftemangel früh entgegen zu wirken“, sagte Kreuter. Die Ausbildungsreife zu verbessern, sei eine Herausforderung für die Schulen. Die Berufsorientierung zu verbessern, sei jedoch Aufgabe der Wirtschaft. Dass das Projekt Früchte trage, bewiesen erste Rückmeldungen. Bewerbungen erfolgten selektiver, besser und gezielter. „Ich wünsche mir daher, dass dieses Büro von vielen Schülern mit Leben gefüllt und hier in der Schwalm zur festen Institution wird.“ Im Anschluss informierte Ralf Lohse über den Berufswahlunterricht, die Probierwerkstatt und das Bewerbungstraining an der Schule.

• Das Berufswahlbüro im Erdgeschoss der Schule kann ab sofort von Schülern, Unternehmern, Vertretern von Wirtschaftsverbänden sowie der Arbeitsagentur genutzt werden.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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