Sieben Einsätze in 24 Stunden

Berufsfeuerwehrtag: So vielfältig können die Aufgaben der Brandschützer sein

Achtung, Gefahrstoffe treten aus einem Lkw aus: Selina Kaletsch und Svenja Walther kümmerten sich am Abend um den Verletzten.

Remsfeld. Berufsfeuerwehrtag bei der Knüllwälder Jugendfeuerwehr: Das gehört seit sieben Jahren zum Angebot der Brandschützer im Knüll. Sechs Betreuer und elf Jugendliche aus Remsfeld und den umliegenden Ortsteilen waren 24 Stunden im Einsatz und bewältigten sieben verschiedene Einsätze von Samstag bis Sonntag.

Zentrale und Quartier war das Remsfelder Feuerwehrgerätehaus.

Die jungen Feuerwehrleute traten zu ihrer ersten 24-Stunden-Schicht an und arbeiteten mehrere Einsatzszenarien ab, begleitet und unterstützt von ihren erwachsenen Kameraden.

Wie es bei der Berufsfeuerwehr so ist, begann der Tag nicht mit einem Einsatz. Zunächst wurde ein Rettungswagen der DRK-Rettungswache Knüllwald besichtigt. Doch ließ die erste Alarmierung nicht lange auf sich warten: Ein Anwohner hatte einen Ölteppich auf der Efze gemeldet. Nach kurzer Erkundung entschloss die „Einsatzleitung“, die auf dem Löschgruppenfahrzeug befindliche Ölsperre einzusetzen.

Das Abendessen wurde durch einen Sirenenalarm unterbrochen. Diesmal ging es um einen Gefahrstoff-Austritt an einem Lkw mit einer bewusstlosen Person. Aus sicherer Entfernung verschafften sich die Einsatzkräfte einen Überblick vor Ort. Der Angriffstrupp rettete unter Einsatz von Atemschutz die Person. Das Leck wurde anschließend abgedichtet.

Ruhe hatten die Nachwuchs-Feuerwehrleute nur kurz: Nach einer kleinen Stärkung stand die nächste Herausforderung an. Diesmal meldete ein Mitarbeiter eines Remsfelder Saunaherstellers eine starke Rauchentwicklung in seinem Betrieb. Der Nachwuchslöschzug setzte sich schnell in Bewegung, der Angriffstrupp machte sich mit schwerem Atemschutz und Wärmebildkamera auf die Suche und wurde schnell fündig.

Es war 3.40 Uhr, als die Sirenen erneut alarmierten. Diesmal galt es, eine vermisste Person im Wald zu finden. Auch dabei war die Wärmebildkamera der Feuerwehr Remsfeld eine gute Hilfe. Wer gedacht hatte, dass den Jugendlichen nun eine Pause gegönnt wurde, lag falsch, denn bereits um 7.50 Uhr ging der sechste Alarm ein. Diesmal wurde von einem Passanten ein Feuer an der Remsfelder Kläranlage gemeldet. Auch dieser Einsatz fand durch die gut ausgebildeten Kräfte mit dem wasserführenden Feuerwehrfahrzeug ein schnelles Ende.

Kurz vor der Mittagspause am Sonntag wurden die jugendlichen Einsatzkräfte zur Beseitigung von Sturmschäden von einer Nachbarfeuerwehr nachgefordert. Der umgefallene Baum konnte zügig von einem Firmengebäude entfernt werden.

Zum Abschluss gab es noch ein gemeinsames Mittagessen im Remsfelder Feuerwehrgerätehaus.

Quelle: HNA

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