Frühlingskonzert: Blechquadrat lockte 400 Zuhörer in die Treysaer Festhalle

Frühlingskonzert: Blechquadrat lockte 400 Zuhörer in die Treysaer Festhalle

Reise durch die klassische und symphonische Blasmusik: Unter der Leitung von Patrick Grein (links) präsentierten die 21 Musiker Märsche sowie Werke aus den Bereichen Swing und Dixie. Helmut Doublier (rechts) glänzte als Solist. Fotos: Rose

Treysa. Musik wäscht den Staub des Alltags von der Seele: In dieser Weisheit steckte am Samstagabend jede Menge Wahrheit. Davon überzeugten sich 400 Zuhörer in der Treysaer Festhalle beim Frühlingskonzert von Blechquadrat. Unter der Leitung von Patrick Grein entrollten die 21 Musiker ein kurzweiliges und ausgesprochen unterhaltsames Programm.

Unter dem Motto „Musik liegt in der Luft“ ließ sich das Publikum zweieinhalb Stunden in die Welt der traditionellen und symphonischen Blasmusik entführen. Charmant durch den Abend leitete Dirk Lindemann. Ihm zur Seite stand Melanie Sordel-Klippert, die mit ihrer wunderbaren Stimme so manchem Instrumentalwerk Leben einhauchte. Polka, Swing, Walzer und Mambo: Im besten Wortsinne dürfte für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein. Gut gelaunt wechselten die Musiker zwischen Tradition und Moderne. Mit Leichtigkeit interpretierten sie etwa Swingwerke von Duke Ellington und Glenn Miller. Markant, aber unaufdringlich, verschmolz dazu der Gesang von Sorbel-Klippert.

Frühlingskonzert: Blechquadrat lockte 400 Zuhörer in die Treysaer Festhalle

Amüsante Schauspielszenen

Gerswhins „I got rhythm“ kam elegant daher, „Hallo, kleines Fräulein“ verpackte die Truppe im Stil des Dixieland. Mit einem Augenzwinkern inszenierten Dirk Lindemann und Melanie Sordel-Klippert das Ränkespiel in einer Schauspielszene. Als wahrer Gentleman präsentierte sich Stephan Völker im gleichnamigen Titel: Als Solist entlockte er dem Publikum wahre Beifalls stürme. Das ließ sich aber sowieso nicht lange bitten: Bei Ernst Moschs „Mein erster Ball“ klatschte es eifrig mit, bei Lindemanns Interpretation von „Ain´t that a kick in the head“ in der Version von Robbie Williams schnippten die Zuschauer flott mit. Die im Publikum verteilten Rhythmusinstrumente wie Schellen, Klangstäbe und Rasseln machten das gemeinsame Musikerlebnis perfekt.

Dass Patrick Grein sich nicht nur mit dem Taktstock in der Hand wohl fühlt, sondern auch als Solist auf dem Hochsitz eine gute Fugur, bewies er bei „Die Post im Walde“. Mit Roger Ciceros „Frauen regier´n die Welt“ und einem Max Greger Medley verabschiedete sich Blechquadrat von seinen Gästen. Für all jene, die auf ihrem Programm einen Stempel fanden, gab es noch eine Erinnerung: ein T-Shirt mit dem Emblem der Truppe. Doch so schnell ließ man die Musiker nicht von der Bühne. Erst nach mehreren Zugaben und stehenden Ovationen machten die Bläser Feierabend. Und sie gingen mit dem Versprechen, im Jahr 2012 wieder zu kommen.

Quelle: HNA

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