Der Schwalm-Eder-Kreis verteilte 70 600 Euro an besonders saubere Schulen

Besenrein für den Bonus

Hand in Hand für saubere Schulen: Von links Doris Metropolous (Reinigungskraft an der Drei-Burgen-Schule), Jens Becker (Fachbereichsleiter Grundstück- und Gebäudewirtschaft), Rachime Öztürk (Objektverantwortliche Reinigungskraft), Landrat Frank-Martin Neupärtl, Karlheinz Paltinat (stellvertretender Fachbereichsleiter), Dr. Dieter Vaupel (Schulleiter der Drei-Burgen-Schule), Helmut Doublier (Schulleiter Steinwald-Schule Neukirchen) mit sechs Schülern der Drei-Burgen-Schule. Foto: Hohagen

Schwalm-Eder. Die Felsberger Drei-Burgen-Schule besticht durch Sauberkeit. Nirgendwo liegt Müll auf dem Boden, knallige Schilder machen auf Papierkörbe überall im Schulgebäude aufmerksam. Weil die Drei-Burgen-Schule mit sehr gutem Beispiel vorangeht, war sie in diesem Jahr Gastgeber der Bonus-Ausschüttung aus dem Projekt „Mehr Zusammenarbeit für saubere Schulen“.

Mit einem Bonussystem honoriert der Landkreis jährlich Schulen, die sich zweimal im Jahr unangemeldet auf Sauberkeit überprüfen und beurteilen lassen. 70 600 Euro verteilte der Schwalm-Eder-Kreis dieses Jahr in diesem System – 70 der 75 Schulen im Schwalm-Eder-Kreis nehmen am Projekt teil. „Damit ernten sie die Früchte ihrer tollen Mitarbeit“, betonte Landrat Frank-Martin Neupärtl.

Ergebnisse sind sehr gut

Das Ergebnis könne sich auch in diesem Jahr wieder sehen lassen. „Der größte Teil der Schulen hat 100 Prozent und damit die Note eins erreicht“, sagte Jens Becker, Fachbereichsleiter Grundstück- und Gebäudewirtschaft. Das Projekt sei vor sechs Jahren ins Leben gerufen worden, um zum einen die hohen Reinigungskosten einzudämmen und zum anderen das Bewusstsein der Schüler zu schärfen, für die eigene Schule verantwortlich zu sein.

„Und das klappt richtig gut“, sagt Dr. Dieter Vaupel, Schulleiter der Drei-Burgen Schule zufrieden. „Wir merken ganz klar, dass die Schüler viel sorgsamer mit ihrer Umgebung umgehen und den Blick auf die Reinigungskräfte geändert haben.“ Diese seien nicht Dienstleister, sondern Kooperationspartner der Schüler. So bereiten die Schüler alles Nötige vor, damit die Reinigungskräfte problemlos arbeiten können: Sie stellen alle Stühle hoch, kehren den groben Dreck weg. „Wir haben sogar Regelungen für die Flächen, die keiner Klasse zuordenbar sind.“

Als Dankeschön erhalten die Schulen je nach Schüleranzahl und erreichter Punktzahl einen Scheck – dieses Mal zwischen 165 und 4500 Euro – , den sie nach eigenen Wünschen einsetzen können. Die Drei-Burgen-Schule (630 Schüler) erhielt fast 2000 Euro. „Die nutzen wir für die Gestaltung des Schulgeländes“, so Vaupel. Dann spüren die Schüler direkt, dass sich die Arbeit lohnt. (juh)

Quelle: HNA

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