Waldgenossenschaft Besse

Besse: 2900 Bäume wurden zum Dorfjubiläum gepflanzt

Besse. Zur 1200-Jahrfeier in Besse spendierte die Waldgenossenschaft 2900 Bäume für den Besser Wald.

Große Ereignisse werfen im Edermünder Ortsteil Besse ihre Schatten voraus. In diesem Jahr feiert der Ort sein 1200-jähriges Bestehen. Die Planungen für das Festjahr laufen seit langer Zeit.

Am Wochenende trafen sich Eigentümer, Freunde und Bekannte der Waldgenossenschaft zu einer großen Pflanzaktion im Wald westlich von Besse. An zwei Tagen pflanzten 50 Kinder, Männer und Frauen 1200 Eichen, 1200 Douglasien, 100 Lärchen, 100 Schwarznüsse, 100 Elsbeeren und 200 Weißtannen.

Für die Neuanpflanzung hat die Waldgenossenschaft 10 000 Euro investiert. Wie der Initiator der Pflanzaktion und Vorsitzende der Waldgenossenschaft Besse, Willy Leidheiser, sagte, gehören heute 335 Hektar Wald zur Waldgenossenschaft, verteilt auf 90 Anteile.

Neben den jungen Bäumen, die am Freitag und Samstag von den 50 Helfern gepflanzt wurden, hatte man im Vorfeld die gesamte Pflanzfläche mit 6000 laufenden Meter Latten eingezäunt, um die jungen Bäume vor Wildverbiss zu schützen.

Die Pflanzaktion begleitete der zuständige Revierleiter Klaus Polter, der seit 1980 im Amt ist. Wie Willy Leidheiser sagte, sei Polter seit 1590 der am längsten im Amt tätige Revierleiter im Bereich Besse.

In einem 1876 erlassenen Ergänzungsgesetz, das bis heute noch gültig ist, wurde festgelegt, dass die den Nutzungsberechtigten überlassenen Waldgrundstücke regelmäßig unteilbar bleiben müssen. Damit sollte die Teilung von Waldungen, die den sogenannten Realgemeinden zustanden, verhindert werden und dadurch der Bestand des Waldes erhalten bleiben.

Gudensberg und Besse gehören zu den Städten und Gemeinden, die aufgrund der Forstordnung von Landgraf Philipp aus dem Jahre 1553 die urkundlichen Besitzrechte ihrer Wälder von Landgraf Heinrich II. nachweisen konnten. Das Original der Urkunde vom 21. Februar 1366 ist noch heute im Besitz der Waldgenossenschaft Besse, eine Kopie im Staatsarchiv Marburg.

Quelle: HNA

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