Gemeindevertretung: Besse wird an Wasserwerk angeschlossen - tumultartige Sitzung

Edermünde. Die Entscheidung ist gefallen – Edermündes Ortsteil Besse wird an das Gruppenwassewerk angeschlossen. Der Anschluss soll im Laufe dieses Jahres geschehen, spätestens aber bis 2013.

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Diesen Beschluss fassten die Fraktionen von SPD und CDU in der Gemeindevertretersitzung im Haldorfer Dorfgemeinschaftshaus in einer namentlichen Abstimmung. Diese hatte FWG-Mitglied Markus Opitz beantragt.

Die Sitzung wurde begleitet von massiven Protesten von mehr als 200 Bessern und Mitgliedern der Bürgerinitiative Besser Wasser. Insgesamt waren mindestens 250 Zuschauer zur Sitzung gekommen. Andere Themen wie die Haushaltsberatung und ein Grundsatzbeschluss zum Ausbau der Windenergie gerieten in der Sitzung völlig in den Hintergrund. Einen Antrag der Grünen-Fraktion, die Entscheidung über den Beitritt Besses zum Gruppenwasserwrk für ein Jahr auszusetzen, lehnten SPD und CDU ab.

 Kein Thema hatte in den vergangenen Monaten in der Gemeinde Edermünde für mehr Unruhe gesorgt. Trotz zweier Bürgerversammlungen und anderer Treffen konnten sich die Befürworter einer eigenständigen Wasserversorgung nicht mit der Gemeinde einigen.

Der Argumentation von SPD und CDU, dass die Besser weiterhin mit ihrem Quellwasser versorgt würden, die Gemeinde in den kommenden Jahrzehnten finanziell aber erheblich entlastet würde, folgten die Fraktionen von FWG und Grünen nicht. Sie bezweifelten unter anderem, dass ein wirtschaftlicher Betrieb für die Gemeinde unmöglich sei. Sorge bereitete FWG und Grünen auch die Vertragsklausel, dass das Gruppenwasserwerk die Versorgung mit Besser Quellwasser aufgrund wirtschaftlicher Aspekte einstellen könnte. Das dementierte die Verbandsleitung des Wassewerks gestern.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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