Spezialitätenfestival bietet Leckeres und will aufklären

Melsungen. Wenn sich am Sonntag, 9. Oktober, Melsungen füllt mit all den Menschen, die handwerklich hergestellte Spezialitäten aus der Region probieren und kaufen wollen, dann wollen die Organisatoren des Spezialitätenfestivals auch über gutes Essen und sinnvolle Verwendung von Lebensmitteln aufklären.

Denn: Zu viele Lebensmittel landen in der Tonne statt auf dem Teller. Die meisten Lebensmittel werden bereits beim Erzeuger vernichtet: Lauch, der zu dick ist, Rote Beete, deren Knollen zu groß sind – sie kommen erst gar nicht in den Handel, sagt Dr. Hanns-Ernst Kniepkamp. Der Schnellröder gehört dem fünfköpfigen Bundesvorstand von Slow Food an und ist beim Festival-Veranstalter „Nordhessen geschmackvoll“ dabei. Dieser organisiert zum siebten Mal in Melsungen das Spezialitätenfestival. Slow Food will diesmal auf das persönliche Einkaufsverhalten aufmerksam machen und helfen, dass weniger Lebensmittel zuhause weggeworfen werden.

Das fängt schon beim Brot an. Denn auch aus altem Brot lässt sich noch Leckeres machen, zum Beispiel mit einer Schwälmer Brotsuppe. Die gibt es in kleinen Portionen am Sonntag zum Verkosten.

Brot im Fokus

Dem Brot widmet die Gruppe diesmal ihr besonderes Augenmerk. Besucher können am Aktionsstand von Slow Food testen, wie handwerklich hergestelltes Sauerteigbrot unterschiedlichen Alters schmeckt: Ganz frisch, nicht mehr ganz frisch und nach einer Woche – und das Ganze im Unterschied zum Fabrikbrot.

Gerhard Müller-Lang, Schatzmeister bei Slow Food: „Wir sind optimistisch, dass ein Umdenken möglich ist. Wir werden das Gespräch mit den Gästen suchen und Anregungen geben.“ Anregungen, damit nicht so viele Lebensmittel in der Tonne statt auf dem Teller landen. Müller-Lang ist optimistisch, dass das klappt

Die Vernichtung von Lebensmitteln ist die eine Seite, die Sensibilisierung der Verbraucher, sich frühzeitig um die Geschmackserziehung zu kümmern, die andere. Kniepkamp: Wer zehn Jahre frische Vollmilch getrunken hat, dem wird H-Milch nicht schmecken – und umgekehrt.“ weitere Artikel

Quelle: HNA

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