Zierenberg: Neuer Bürgerverein „Wohnen in der Altstadt“ gegründet

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Aufwertung nötig: Betreutes Wohnen im ehemaligen Gasthof und späteren Asylantenheim an der Ecke Post-/Mittelstraße in Zierenberg könnte den „Eingang zur Altstadt“ aufwerten, zumindest nach Vorstellung des neu gegründeten Bürgervereins.

Zierenberg. Im Arbeitskreis Stadtplanung der Zukunftskommission haben engagierte Bürger ein Jahr lang die Köpfe zusammen gesteckt, um die Wohnqualität in ihrer Heimatstadt auch für die Zukunft zu sichern.

Motiviert von zahlreichen positiven Ansätzen, hat sich nun unter dem Motto „Eine bessere Stadt – ein besseres Leben“ der Bürgerverein Wohnen in der Altstadt gegründet, mit Gabi Dörner-Knöppel und Ralf-Otto Pferdmenges an der Spitze.

„Wir wohnen selbst in der Altstadt, daher liegt uns die Entwicklung sehr am Herzen“, sagt Dörner-Knöppel.

Gabi Dörner-Knöppel

Es gibt viel zu tun, wie das Leerstandskataster zeigt, das zu den ersten Ergebnissen des noch jungen Vereins zählt. Die dort aufgeführten 13 leer stehenden Häuser sind nicht nur den Vereinsmitgliedern ein Dorn im Auge, sorgen sie schließlich mit ihrem teils katastrophalen Zustand nicht gerade für eine Aufwertung des Stadtbildes. „Wir wollen den Eigentümern beratend zur Seite stehen, ihnen die Augen öffnen und vermitteln, dass auch alte Häuser wertvoll sein können, wenn man nur etwas daraus macht“, so Dörner-Knöppel. Sie spricht aus Erfahrung, hat selbst bereits zwei alte Häuser in der Zierenberger Altstadt wieder auf Vordermann gebracht.

Ralph-Otto Pferdmenges

„Oft sind die Eigentümer schlicht überfordert, haben kein Interesse oder es mangelt am nötigen Geld“, erklärt Pferdmenges. Hier will der Verein ansetzen, etwa bei der Vermittlung von möglichen Neuinteressenten helfen. Hierfür ist zunächst die Erstellung von Expertisen gefragt, Häuser wollen aufgesucht und der Ist-Zustand aufgenommen werden. Stellt sich dabei heraus, dass eine Sanierung keinen Sinn mehr macht, könnte der Abriss ein Weg zu mehr Freiflächen sein. „Licht, Platz und Luft, auch das können Möglichkeiten einer Attraktivitätssteigerung des unter Denkmalschutz stehenden historischen Altstadtkerns sein“, sagt Pferdmenges.

Die Ideen gehen dem Apotheker bei einem Blick in die Zukunft nicht aus, so kann er sich beispielsweise gut ein betreutes Wohnen im ehemaligen Gasthof und späteren Asylantenheim an der Ecke Post-/Mittelstraße vorstellen. Was auch immer hier einmal entstehen wird, eine Aufwertung stünde diesem „Eingang zur Altstadt“ sicher gut zu Gesicht, wie auch vielen anderen Gebäuden.

Um mit den Eigentümern ins Gespräch zu kommen, haben Stadtverwaltung und Verein nun gemeinsam zum runden Tisch eingeladen. Am 18. Dezember soll der Verein samt seiner Angebote vorgestellt und über erste Schritte gesprochen werden.

Schon an diesem Wochenende können sich interessierte Bürger über die Arbeit der Vereins informieren, dann nämlich sind Dörner-Knöppel, Pferdmenges und ihre Mitstreiter mit einem Stand auf dem Zierenberger Weihnachtsmarkt vertreten.

Weitere Informationen unter www.wohnen-in-zierenberg.de

Quelle: HNA

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