Online-Nachhilfe des Studienkreises

HNA-Test: Mit dem PC besser lernen

Headset, Taschenrechner und Aufgabenzettel: Während einer Probesitzung folgt die 16-jährige Schülerin Pia Magdeburg konzentriert den Anweisungen ihres persönlichen E-Tutors. Foto: Spanel

Wolfhagen. Während der Erledigung der Hausaufgaben läuft im Hintergrund der PC, Mitschüler werden via Facebook kontaktiert und auf Klausuren bereitet man sich mittels einer Lernsoftware vor: Digitale Medien sind aus dem Alltag der Wolfhager Schüler kaum noch wegzudenken.

Laut einer repräsentativen Schülerbefragung des Nachhilfeinstituts Studienkreis wirken sich Online-Medien sogar positiv auf die Lernmotivation der Schüler aus.

Das Nachhilfeinstitut versucht nun, diesem Trend mit seinem Angebot der Online-Nachhilfe Rechnung zu tragen. Dabei kommt der moderne Nachhilfelehrer über das Internet direkt nach Hause auf den Bildschirm; nach Aussage des Studienkreises sogar noch am späten Abend oder am Wochenende. „Das ist prinzipiell eine gute Erweiterung unseres Angebots“, sagt Brigitte Händler, Leiterin des Studienkreises Wolfhagen. „Obwohl wir unser Angebot auch auf Zierenberg ausgeweitet haben, finden sich im Wolfhager Land für Fächer wie Latein nur schwer geeignete Nachhilfelehrer“.

Lehrer-Schüler-Interaktion

Generell sei der Bedarf an den so genannten E-Tutoren im ländlichen Raum aber wenig ausgeprägt. „Gefragt ist eher der persönliche Kontakt zwischen Lehrer und Schüler“, sagt Brigitte Händler. Diesen Eindruck kann auch die Wolfhager Schülerin Pia Magdeburg bestätigen, die das Online-Angebot für die HNA genauer unter die Lupe genommen hat.

Die 16-Jährige besucht die zwölfte Klasse der Paul-Julius-von-Reuter-Schule in Kassel und wird dort ihr kaufmännisches Abitur ablegen. „Ich habe meine fachspezifischen Probefragen eingereicht und über eine zentrale Stelle des Studienkreises einen Tutor zugeteilt bekommen“, sagt die 16-Jährige. Während der an eine Schulstunde angeglichenen 45-minütigen Sitzung sei der Tutor so zwar bis ins Detail auf ihre Fragen zur „Kostenrechnung“ vorbereitet gewesen, aber die Vorteile des Internets – Schnelligkeit und Spontanität – seien durch die lange Vorlaufzeit nicht optimal zum Tragen gekommen.

Technische Voraussetzungen

Außerdem musste für die Sitzung einiger Aufwand betrieben werden: Neben einer stabilen Internetverbindung ist die Installation von Skype, einer kostenlosen IP-Telefonie-Software, und des Softwaremoduls „pcvisit“ unbedingt erforderlich. Sind alle technischen Voraussetzungen erfüllt, können sich Schüler und Tutor gemeinsam auf einem digitalen Whiteboard, der virtuellen Tafel, vernetzen. Die Kommunikation sei laut Pia Magdeburg „zwar ungewohnt, aber nicht unangenehm“.

Das Online-Angebot sei für schüchterne Schüler zu empfehlen; Pia selbst bevorzugt aber weiterhin die direkte Interaktion mit dem Lehrer: „Gestik und Mimik kann man virtuell eben nicht abbilden“.

Quelle: HNA

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